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Sogenannte prähistorische Höhlenmalerei

[08.09.2005] Wenn die Leute an Höhlenmalerei von prähistorischen Menschen denken, haben die meisten Leute die Vorstellung von einer Gruppe von Primitiven, die Felle trugen und sich nach der Jagd um ein Feuer setzten.

von Xue Jing

Sie nehmen an, dass es für diese Leute der einzige Weg war, ihre Jagdaktivitäten des Tages festzuhalten, in dem sie auf die Wände von Steinhöhlen zeichneten. Auf vielen der Steinfresken, die entdeckt wurden, sind Szenen von primitiver Jagd, primitiven Menschen und Tieren zu sehen. Diese Zeichnungen wurden durch Verwendung einfacher Linien ausgeführt.

Das kann eine akzeptable Beschreibung für einige solcher Höhlenzeichnungen sein. Jedoch gehen die Steintafel-Fresken, die unten dargestellt sind, über diesen Kreis hinaus.

Hier ist ein Fresco von einem Bison, das in einer Höhle in Altamira Nordspanien, gefunden wurde. Der Künstler verwendete vier Typen von mineralischer Farbe, um das Bild vor dem Verbleichen zu schützten. Deshalb sind die Farben auch nach 16.000 Jahren noch leuchtend und klar. Eisenbasierte Farbe wurde für das Rot, Gelb und Braun verwendet, während die Komponenten der schwarzen Farbe aus Mangandioxid bestehen. Offensichtlich besaßen die Leute jener Zeit bereits hervorragende Zeichen- und Malfertigkeiten, ebenso wie fortgeschrittene Malhilfsmittel und Farben.


Fresco eines Bisons, gefunden in einer Höhle bei Altamira in Nordspanien.
Quelle: M. Burkitt, The Old Stone Age (1955)


Die Höhle wurde in der Nähe von La Marche in Frankreich wurde 1937 von Leon Pencard einem Amateurwissenschaftler und Sthane Lwoff einem Paläontologen entdeckt. Sie verbrachten 5 Jahre mit der Ausräumung der Höhle und fanden über 1500 Stücke Schiefer mit eingeritzten Malereien.
Diese Bilder sind sehr schwierig zu verstehen. Manchmal überlappen sich mehrere Objekte in dem Bild. Nichtsdestotrotz bergen sie in den Augen der Archäologen eine spezielle Bedeutung. In der La Marche Höhle kann man Bilder von Löwen, Bären, Antilopen, Pferden und 155 lebendige Menschenportraits finden.

Es ist wirklich schwierig die Menschen wegen der verblüffenden Ähnlichkeit der Menschen dieser alten Portraits mit denen der Moderne in den nachfolgenden

Portraits für primitive Menschen zu halten. In seinem Buch „Human Iconography of the Magdalenian” von1940 beschrieb Hr. Leon Pencard detailliert die menschlichen Portraits auf dem Schiefer, die er entdeckte [1]. Jedoch nahmen die Leute, weil der künstlerische Stil in den Schiefer-Fresken denen von heute sehr ähnelten, an, dass diese Fresken von modernen Künstlern gemacht worden seien und nicht von prähistorischen Künstlern. Es dauerte über 60 Jahre nach der anfänglichen Entdeckung, bis Wissenschaftler diese Ansicht neu zu überdenken begannen.

 
Die Titelseite des Buches „Human Iconography of the Magdalenian“Die Magdalenische Kultur bezieht sich auf eine prähistorische Periode in Frankreich von 10.000 bis 15.000 v.Chr.



Ein Schieferstein Fresco, von einem Mann, der einen Hut trägt. Dies ist eines der prähistorischen Kunstwerke aus dem Buch „Human Iconography of the Magdalenian.“

Der am meisten erstaunlichste Aspekt der Portraits ist, dass sich die Menschen in diesen Portraits nicht sehr von heutigen Menschen unterscheiden. Diese Entdeckung widerspricht unserer Vorstellung von affenähnlichen Primitiven. Die Menschen auf den Schiefersteinfresken trugen ähnliche Kleidung wie Westler im Mittelalter oder der Moderne. Der Mann im dritten Bild ist ein gutes Beispiel.

Da sich viele Zeichnungen in den prähistorischen Fresken überlagern, ist es nicht leicht die Bedeutung der Kunstwerke herauszufinden. Sie müssen sorgfältig untersucht werden. Obwohl die Zeichnungen ziemlich gefüllt und komplex sind, sind sie doch nach bestimmten Regeln angeordnet. Herr Jiri Mruzek aus Kanada meint, dass diese Fresken Röntgenstrahlsichten enthalten, kubische Perspektiven und komplexe geometrische Kompositionen und Regeln. (Detaillierte Illustrationen finden Sie in „The Complex Engravings“[1]

 
Es befindet sich ein Edelmann unter den Tieren in dieser komplexen Zeichnung

Die nebenstehende Zeichnung ist ein Fresko, dass in der „Les Trois Freres“ Höhle in den französischen Pyrenäen entdeckt wurde. In dieser Zeichnung gibt es viele Pferde und andere Tiere, die sich Ebene für Ebene überlappen. Einige von ihnen wurden umgekehrt/seitenverkehrt gemalt. Es ist sehr schwierig zu bestimmen, was in dem Bild gemalt wurde.

Nach sorgfältiger Untersuchung durch Experten wurde das Bild eines Edelmannes unter den vielen Tieren gefunden. Seine Ärmel sind hochgekrempelt, er trägt eine Weste, einen breiten Gürtel und ein Paar Stiefel. Ein Degen ist in der Scheide, die sich am linken Stiefel befindet. Die linke Hand des Edelmanns ist in der linken Tasche seiner Hose. Sein langes Haar scheint im Wind zu fliegen, was ihn genauso wie das Bild eines Tieres aussehen lässt. Wie konnten primitive Leute des späten Paläolithikums solche komplizierten Bilder zeichnen? Wie konnten sie Stiefel tragen?

Gegenwärtig denken Wissenschaftler, dass die Cromagnon des französischen Neolithikums sich auf Pferde besser verstanden als andere Rassen derselben Zeitperiode. In der Zeichnung mit dem Schlachter sehen wir, dass das Niveau ihrer Pferdekenntnisse nicht oberflächlich gewesen war, sondern das Niveau der Menschen im Mittelalter erreichte.


Mädchen mit Umhang (Höhle von La Marche, Copyright: Jiri Mruzek)
 
Eine weitere Zeichnung von einem Mädchen wurde in der Höhle von La Marche entdeckt, durch die man noch einen vollständigeren Einblick in die Kleidung und das Leben der Menschen jener Zeit bekommt.[3] Das Mädchen in dieser Zeichnung trägt Jägerkleidung. Auf ihrem Rücken flattert ein Umhang im Wind. Sie trägt eine lederne Kopfbedeckung, große Stiefel und scheint in den Himmel zu schauen. Ihre Haltung weist daraufhin, dass sie auf einem Pferd reitet. In der Tat kann man in dem Originalbild ein Pferd sehen, es ist aber zu undeutlich, um es in diesem Bild zu differenzieren.
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