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KP- Parteisekretär auf der Flucht in Sambia

[21.11.2004] Das Hohe Gericht von Sambia stellte einen offiziellen Haftbefehl aus und beauftragte die Polizei, nach einem chinesischen Regierungsbeamten zu suchen, welcher eine Vorladung vor Gericht erhielt.

Das Hohe Gericht von Sambia stellte einen offiziellen Haftbefehl aus und beauftragte die Polizei, nach einem chinesischen Regierungsbeamten zu suchen, welcher eine Vorladung vor Gericht erhielt, nachdem er wegen des Mordes an Falun Gong Praktizierenden angeklagt wurde.

Su Rong, der ehemalige Vorsitzende des Büro 610 der Provinz Jilin und gegenwärtiger kommunistischer Parteisekretär der Provinz Gansu war Teil einer chinesischen Delegation, welche in mehrere afrikanische Länder reiste. Bei seiner Ankunft in Sambia am 4. November reichten einzelne Kläger eine Strafanzeige gegen ihn ein, in der er des Mordes, der Folter und erniedrigender Behandlung von Falun Gong Praktizierenden beschuldigt wird.

An diesem Nachmittag überbrachte ein Gerichtsmarschall dem Angeklagten die Gerichtspapiere. Für den nächsten Tag hatte das Gericht angeordnet, daß Su im Land bleiben müsse angesichts einer Anhörung, die für den 8. November anberaumt war. Die Grenzbehörden von Sambia wurden über den Gerichtsbeschluß informiert.

Nachdem der Angeklagte nicht vor Gericht erschien, wurde für den 13. November ein Anhörungsdatum festgelegt. Su wird der "Nichtbeachtung des Gerichts" beschuldigt, ein Straftatbestand unter Sambianesischem Gesetz, welches britischer Tradition folgt.

Als Su abermals nicht zu dem Gerichtstermin erschien, gab das Gericht einen Haftbefehl heraus und beauftragte Sicherheitskräfte, nach ihm zu suchen.

Die Aufzeichnungen der Grenzbehörden besagen, daß der Angeklagte immer noch im Land ist, obgleich Quellen, die an diesem Fall in Sambia arbeiten, sagen, daß er schon aus dem Land "geschlichen" sei. Nach Angaben dieser Quellen sagte Su seinem Rechtsberater, daß er China "niemals wieder verlassen würde"
( Dies wird ihm sehr bald auch nichts mehr nützen ).

Su war für das Büro 610 der Provinz Jilin verantwortlich, eine Zivilpolizei Einsatzgruppe, die verantwortlich ist für die Verhaftung und die Gehirnwäsche von Falun Gong Praktizierenden. Mindestens 139 Falun Gong Praktizierende starben aufgrund von staatlicher Mißhandlung nachweislich in Jilin, was es zur zweit berüchtigsten Provinz in China nach Heilongjiang mit 158 Todesfällen macht.

Sus Fall ist der jüngste von einer Serie von 50 Strafanzeigen, welche weltweit gegen chinesische Regierungsbeamte wegen der Verfolgung und Diffamierung von Falun Gong eingereicht wurden.
Dies ist der zweite afrikanische Fall. Der erste war in Tansania, wo die ehemalige Erziehungsministerin Chen Zhili Anfang August angezeigt wurde. Chen nahm an einer Gerichtsanhörung teil, bevor sie aus dem Land floh.

In den meisten Fällen war es typisch, daß die Angeklagten sofort aus dem Land flohen, ohne die Beschuldigungen zu bestreiten.
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Erstellt 2003   http://www.china-intern.de