![]() |
|||||||||||||
![]()
|
"Das Ende der Teufel" - die Eisenbahnguerilla wird zum Topthema[01.03.2004] Die Führungskader der Parteischule der KPCh treffen sich alljährlich, um eine Woche lang ein wichtiges Thema zu besprechen. Daran nehmen ebenso führende Militärs und Kader der KP aus den Provinzen teil. Dabei werden auch die auf dem Volkskongress abzusegnenden Themen festgelegt, die dann dem Politbüro zur Genehmigung vorgelegt werden müssen. Topthema war beim diesjährigen Treffen die sogenannte "Eisenbahnguerilla".
Wie wir bereits berichteten, kam es 2003 zu 270 Überfällen auf Eisenbahnlinien. Das Ende der Teufel ist nahDie älteren Chinesen können sich noch an die sogenannte "Eisenbahnguerilla" erinnern,die für die KP im Bürgerkrieg gegen die Kuomintang Überfälle verübte; die KP ließ in den Sechzigern sogar einen Film mit dem gleichnamigen Titel drehen. Darin gab es einen revolutionären Song, in dem die Zeile "... das Ende der Teufel ist nah..." vorkam. Es scheint so, als ob dieser Song in diesen Tagen eine neue Bedeutung erhielte, weshalb die KP diesen Ereignissen neben der sog. Taiwankrise höchste Bedeutung beimißt. In einigen Provinzen ( hauptsächlich ShanXi, Innere Mongolei, Gansu ,Qinghai sowie Ningxia ) kam es zu Feuergefechten zwischen der Eisenbahnguerilla und Sicherheitskräften der Eisenbahn, dabei wurden 170 Polizisten getötet oder verletzt, 90 Eisenbahnlinien wurden in Mitleidenschaft gezogen. Mittlerweile werden insbesondere Kohlezüge Opfer der Eisenbahnguerilla. Zwei Millionen Tonnen wurden so entwendet, der Schaden beläuft sich auf 520 Millionen Yuan. Die entwendete Kohle wird dann in anderen Gegenden verkauft, was für die Eisenbahnguerilla aufgrund des herrschenden Energiemangels lukrativ ist. Ebenso scheinen diese Art Überfälle sehr gut organisiert zu sein. Am 15. Januar beschloss der Staatsrat unter der Leitung des Vorsitzenden Wen Jiaobao, in Übereinstimmung mit der zentralen Militärkommission unter dem Vorsitzenden Jiang Zemin, dass 2000 Soldaten der Spezialtruppen aus dem Militärbezirkskommando Jinan ( Provinz Jilin ) verstärkt an den Bahnlinien patroullieren sollen. Insbesondere die Truppentransporte sollten demzufolge geschützt werden. Aus den Provinzen Hebei, Shandong und Jiangsu wurden 8000 bewaffnete Polizeikräfte in den Nordwesten beordert. Offensichtlich lieferten sich diese Truppen ebenfalls bereits einzelne Feuergefechte mit der Eisenbahnguerilla. Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete bislang keinen einzigen dieser Vorfälle, auch die europäischen Medien schweigen bislang. Internen Informationen zufolge handelt es sich haupsächlich um marodierende Banden ohne politischen Hintergrund. 190 Seitenaufrufe
Druckansicht
Weitere Artikel zu diesen Thema 23.05.2011 Obama lässt sich hängen15.05.2009 Chinesische Gesellschaft heute 22.04.2009 Wütende Conti-Mitarbeiter stürmen die Unterpräfektur in Compiegne 31.01.2008 Full Metal Jacket 11.09.2007 Der betrogene Bauer 19.08.2007 Entsetzen über Tigertötungen in Südchina 09.08.2007 "Gefälschter" Bericht über Fälschung doch wahr 07.08.2007 So schwimmt man in China 01.08.2007 Doping-Weltmeister China 20.05.2007 Video von einer Zwangsräumung Alle Artikel in dieser Rubrik anzeigen |
|
|||||||||||
|
Erstellt 2003 http://www.china-intern.de |
|||||||||||||