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Schüler aus den Klauen der bösartigen KP befreien

[15.04.2006] Erfahrungsbericht eines Mittelschullehrers aus China. Eine Austrittsgeschichte von nunmehr fast 10 Millionen...

"Ich bin als Lehrer in den unteren Klassen einer Mittelschule tätig und verantwortlich für den Sportunterricht. Da ich mehrere Klassen unterrichte, ist die Zeit, die ich mit den einzelnen Schülern verbringe, ziemlich begrenzt. Jede Woche habe ich zwei Klassen, die ich meistens im Freien unterrichte. Daher gibt es nicht viel Zeit, um mit den Schülern zu sprechen. Ich mache mir oft Sorgen darüber, wie ich die Schüler anleiten soll, die bereits Mitglieder einer Jugendorganisation der bösartigen Kommunistischen Partei Chinas (KPC) geworden sind, damit sie ihre Mitgliedschaft kündigen. Ich versuchte mit ihnen einzeln zu sprechen, doch es hatte keine gute Wirkung. (...)

In China setzt sich die KPC für die Kommerzialisierung der Erziehung ein und die damit verbundenen negativen Auswirkungen sind ziemlich schlecht. In den Schulen verlangen sie von den Schülern alle möglichen Gebühren ohne Regelung und die Beziehung zwischen Schülern und Lehrern ist ziemlich intensiv. Es gibt  einige Lehrer, die ihre Schüler während ihres Unterrichts von Anfang bis Ende beschimpfen und oft körperlich bestrafen. Im Erziehungswesen der KPC ist es nichts Ungewöhnliches, dass Schüler Selbstmord begehen. Die Schulen und die Gesellschaft sind nur an der Anzahl der Immatrikulationen und der Schüler, die Prüfungen für Eliteschulen bestehen, interessiert. Die so genannten KPC-Schulen zur „umfassenden Entwicklung von Moral, Weisheit und körperlichen Gesundheit“ sind ein vollkommener Betrug. Was die KPC als Moral bezeichnet, ist nichts anderes als politische Gehirnwäsche zur Täuschung der Schüler, damit sie der Partei treu ergeben sind.

Ich fing an, mich mit den Schülern über die Kommerzialisierung des Erziehungssystems zu unterhalten, und darüber, warum ihre Erfahrungen in der Schule so schmerzlich waren. So führte ich sie langsam in die richtige Richtung. Ich brachte Vergleiche zwischen China und anderen Ländern und zwischen der Gegenwart und alten Zeiten. In den Pausen nahm ich die Gelegenheit wahr, mich mit ihnen zu unterhalten. Außerdem nutzte ich Regentage, um im Unterricht im Haus mit ihnen zu sprechen.

Ich sprach mit ihnen über die Lehren von verschiedenen körperlichen Übungen, über Qigong-Praktik und uralte chinesische Mythen und Legenden. Die Schüler waren an diesen Themen äußerst interessiert, weil ihr Wissen nur auf die Lehrbücher beschränkt war. Chinesische Schüler haben wenig Möglichkeiten andere Bücher als die Lehrbücher zu lesen. Von der KPC kontrolliert und eingeschränkt haben die Schüler keine Chance sich außerhalb des Unterrichts irgendwelches Wissen anzueignen. Während des täglichen Unterrichts behielt ich bei allem was ich sagte und tat, immer ein friedliches und ruhiges Herz. Ich behandelte alle Konflikte und Probleme mit aufrichtigen Gedanken. Ich schimpfe nicht und bestrafe auch niemanden körperlich und so gefällt den Schülern mein Unterricht sehr gut.

Das Resultat war, dass die Gelegenheiten zur Erklärung der wahren Hintergründe immer mehr wurden. Als ich einmal die Schüler dazu anleiten wollte, ihre Mitgliedschaft in der Jugendliga aufzugeben, wurde von der bösartigen KPC zur gleichen Zeit ein Dokument ausgeteilt, in dem alle zur Impfung aufgefordert wurden und 30 Yuan Gebühr bezahlen mussten. Das war meine Gelegenheit, um sie anzuleiten und zu unterstützen, die Mitgliedschaft aufzugeben.

(...)
Ich sprach über die Impfung und das Gesundheitssystem der KPC im Vergleich zu den westlichen Ländern. Ich sprach über die medizinischen Ausgaben und erklärte, dass so eine Impfung nur ein paar Yuan kostete, während jeder 30 Yuan zu zahlen hatte. Darüber hinaus sollten Impfungen von der Regierung kostenlos angeboten werden. Ich sprach außerdem über die Bestechlichkeit der Regierungsbeamten. Beispielsweise fährt der örtliche Parteisekretär ein teueres Auto und investiert keinen Yuan für Bildung. Daher sind die Bedingungen an den Schulen sehr primitiv und undurchdacht. Ich erzählte ihnen, dass sie zur Bezahlung der Mitgliedsgebühr für die Partei oder Jugendorganisation (~FDJ )  etc. getäuscht worden waren. Die Schüler waren oft aufgebracht und sagten, dass sie all dies nicht gewusst hätten und dass sie schockiert waren, als sie es herausfanden. Der Unterricht war sehr wirkungsvoll.


Am Ende sagte ich: „Lasst uns eine bedeutungsvolle Entscheidung treffen. Ob ihr Mitglieder der Jugendorganisation seid oder nicht, ihr könnt eine andere Wahl treffen. Diejenigen, die aus tiefstem Herzen kein Mitglied in der Jugendliga sein wollen, setzt euch hin!“ Alle Schüler setzten sich plötzlich hin und lächelten. Dann fingen alle froh zu lachen an. Sofort war das bösartige Gespenst der KPC aufgelöst!

Ich wandte diese Methode bei allen meinen Schülern an, stellte dadurch das Böse bloß und leitete sie an, aus der KPC und ihren Organisationen auszutreten. Gelegentlich gab es ein paar Schüler, die nicht austreten wollten. Mit ihnen sprach ich dann persönlich. Einige verstanden es dann und andere brauchten mehrere Gespräche. Ich denke auch darüber nach, wie ich die Schüler, die nicht in meinen Klassen sind, retten kann.  Die Schüler, die schon die Fakten kennen, werden es auch unter den Mitschülern weiter verbreiten. Die verbleibende Zeit ist sehr begrenzt, höchste Eile ist notwendig ..."

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Erstellt 2003   http://www.china-intern.de