Aktuelles
Wirtschaft
Politik
Menschenrechte
Gerichtsverfahren
Kultur
Gesellschaft
Soziale Lage
Kannibalismus
Stimmung des Volk
Umwelt

Wissenschaft
Sonstiges
Außergewöhnlich
Weblinks
Impressum

NEWSLETTER

  Back  Sitemap  Chinese  Englisch MITTWOCH 17.1.2018

Der Gelbe Fluß steht vor der Austrocknung

[17.07.2003] Einem Bericht der Regulierungsbehörde des Gelben Flusses leidet der Gelbe Fluß aufgrund stark reduzierter Zuflüsse unter einem nie zuvor gesehenen Wasser Wassertiefststand. Die fünf wichtigsten Wasserrückhaltebecken besitzen einen Gesamtrückhalt von 12,4 Milliarden Kubikmetern.

Wenn man den Mindestrückhalt abzieht, betragen die gesamten verfügbaren Wasserreserven nur noch 3,5 Milliarden Kubikmeter, das sind 7, 3 Milliarden Kubikmeter weniger als letztes Jahr . Der Niederschlag in diesem Frühling war wieder unter dem Durchschnitt, wofür die Dürre, die seit 1999 den ganzen Nordosten heimsucht, die Ursache ist.

Der Lauf des Flusses bei der Millionenstadt Lanzhou hat mittlerweile seine eigenen Besonderheiten: das Flußbett ist teilweise trockengelegt. Man sieht nicht mehr den mächtigen Strom, der der Gelbe Fluß einmal war; mittlerweile gehen die Bewohner von Lanzhou am Wochenende im Flußbett spazieren und lassen Drachen steigen. Die außerordentliche Dürre in dem Gebiet stellte die landwirtschaftliche Entwicklung in den Gebieten der Provinzen Qinghai, Gansu , Ningxia sowie der inneren Mongolei vor ernsthafte Herausforderungen. Zur Zeit arbeiten nur drei von sechs Stromgeneratoren im Liujia Isthmus Wasserreservoir ordentlich. Die ganze Provinz Gansu leidet unter einem so ernsten Energiemangel, dass sie Strom aus benachbarten Provinzen kaufen muß.
Jeden Tag fehlen der Hauptstadt Lanzhou eine Million Kilowatt Strom , seit dem vierzehnten Februar mußte Lanzhou sogar den Strom rationieren.

Die innere Mongolei, die am Mittellauf des Flusses liegt, wird bis zum Ende des Jahres die schlimmste Dürre ihrer Geschichte erleben. Das Hetao-Bewässerungsgebiet ist eines der wichtigsten Bewässerungsgebiete Chinas . Einigen Millionen Hektar Farmland wird Wasser fehlen, weil die Wasserreservoirs am Oberlauf des Flusses immer leerer werden. Der tägliche Wasserzufluss ins Hetaogebiet wird dieses Jahr nur 100 bis 150 Kubikmeter pro Sekunde betragen, gegenüber bis zu 450 in der Vergangenheit. Schätzungen zufolge bekommen 300 000 Bauern in der inneren Mongolei dieses Jahr kein Wasser.
Der Gelbe Fluß trocknet auf seinem ganzen Lauf aus. Seit August letzten Jahres war beispielsweise der Niederschlag in der Küstenprovinz Shandong der niedrigste der letzten fünfzig Jahre. In Shandong fehlen 8,1 Milliarden Kubikmeter Wasser. Der gesamte Wasserrückhalt der Provinz beträgt nur 3,4 Milliarden, also eine riesige Lücke, die zu füllen ist.
Dies bedeutet, dass einige Felder in Ningxia und der Inneren Mongolei überhaupt kein Wasser bekommen, während die Weizenfelder in Shandong und Henan nur wenig Wasser zugeteilt bekommen werden.
Der Gelbe Fluß erlebte in der Vergangenheit auch schon Trockenperioden, Experten schätzen aber, dass diese heutzutage immer ernster und auch immer länger dauern.
Oberflächlich gesehen scheint das Wetter für diese Dürre ursächlich zu sein. Seit 1980 gab es oft Trockenperioden. Besonders seit 1997 erlebte das Zuflussgebiet des Gelben Flusses eine andauernde Trockenheit, und die Nordgebiete leiden auch unter Wassermangel. Ein anderer Faktor ist der exzessive Gebrauch des Wassers in China. Die Kommunisten ließen in den letzten Jahren hunderte von Dämmen entlang des Flusses bauen, besonders am Oberlauf des Flusses. Milliarden Tonnen Wasser wurden in verschiedene Landesteile zur Bewässerung geleitet, in den letzten 20 Jahren des Wirtschaftsaufschwungs nahm der Wasserverbrauch deutlich zu.Verschieden Arten von Baumaßnahmen, die den Fluß eindämmen und regulieren sollten, erzeugten einen heftigen Druck auf eben diesen.
Im westlichen Ausland sagt man, dass der Gelbe Fluß die Menschen für das bezahlen lässt, was sie ihm angetan haben.
Wenn der Gelbe Fluß wirklich völlig austrocknet, wird das erhebliche Auswirkungen auf das Ökosystem der gesamten Region sowie auf die Menschen haben, die in seinem Gebiet leben.Der Gelbe Fluß hat enorme Bedeutung in der Kultur und Geschichte Chinas.
Was wird sein, wenn er wirklich austrocknet?
Schon jetzt haben 400 der 600 größten Städte Chinas erhebliche Wasserprobleme, in vielen Städten muß das Wasser zeitweise rationiert werden. Ein anderes Beispiel zeigt den ökologischen Niedergang, den über fünfzig Jahre KP-Herrschaft dem Land brachten:
Als 1949 die Truppen Maos Peking belagerten, konnten sich die Einwohner ein halbes Jahr lang verteidigen, weil sie genug Grundwasser hatten . Sie mussten nur zwei Meter bohren, schon hatten sie welches gefunden.
Heute muß man in Peking hunderte Meter bohren, bis man auf Grundwasser stößt.

Der Gelbe Fluß steht vor der Austrocknung Einem Bericht der Regulierungsbehörde des Gelben Flusses leidet der Gelbe Fluß aufgrund stark reduzierter Zuflüsse unter einem nie zuvor gesehenen Wasser Wassertiefststand. Die fünf wichtigsten Wasserrückhaltebecken besitzen einen Gesamtrückhalt von 12,4 Milliarden Kubikmetern.

6175 Seitenaufrufe
    Druckansicht

Weitere Artikel zu diesen Thema
11.12.2013 Der Smog in China hat viele Vorteile
10.12.2013 Bilder vom Extremsmog in China
29.05.2013 Wann ja wann...
15.05.2013 Chinas großer Kohlehunger
05.04.2013 Chinas tierische Apokalypse
29.03.2013 Solartechnik über 20.000 mal schlimmer als CO2
23.02.2013 Der faule APPLE
13.01.2013 Dunst
23.11.2012 Neues aus Horroshima
12.09.2012 Ein bisschen Erpressung


Alle Artikel in dieser Rubrik anzeigen


     

Erstellt 2003   http://www.china-intern.de