Seine Familie kam nach Xiamen ins Mashan-Leichenschauhaus, wo sie den nackten Toten fanden, der Bauch war leer und ausgehöhlt. Die Familie vermutete sogleich, dass die Organe geraubt wurden.
Der halbe Körper war zudem aufgeschlitzt, vom Kopf bis zum Darm war alles aufgeschnitten worden.
Fr. Li erhielt einen Anruf eines Freundes, der ihr vom Tod ihres Mannes erzählte. Zusammen mit den Töchtern und einem Schwiegersohn flogen sie nach Dongfu , Stadtbezirk Xiamen um die Wahrheit herauszufinden. Aber das Dongfu Staatsicherheitsbüro liess sie die Leiche nicht sehen und las ihnen statt dessen eine Geständnis vor, dass drei Verdächtige im Mordfall abgelegt hätten... vier Tage später durften sie erst ihren Verwandten sehen..,
Frau Li meinte, wenn die Organe jemandem das Leben hätten retten können, hätte sie vielleicht die Einwilligung zur Organentnahme gegeben. Aber die Behörden erwähnten das ihr gegenüber überhaupt nicht.
Frau Li fügte noch hinzu, dass bei ihrem Mann 1997 am National Taiwan University Hospital Leberkrebs diagnostiziert wurde... Wenn so eine Leber jemandem eingepflanzt würde, wären die Folgen schrecklich, oder falls sich Metastasen gebildet hätten.
Vertuschung der Behörden
Am 28. Dezember schickte der Volksgerichtshof von Xiamen einen Schnellbrief und ein Geständnis von fünf angeblichen Verdächtigen an Frau Li. Darin heißt es, fünf Gauner hätten gestanden, Tseng mit Eisenstäben erschlagen zu haben und seine Kehle mit einem Hackmesser aufgeschlitzt zu haben. Kurz nach der Einlieferung ins Dongfu-Krankenhaus sei er dann um halb drei früh gestorben.
Frau Li hält das für unglaubwürdig. Der 58-jährige Tseng kam vor zehn Jahren nach Xiamen um dort Geschäfte zu machen. Vor drei Jahren eröffnete er eine Jadeschleiferei in Dongfu. Das Geschäft ging schief und er verlor all sein investiertes Geld. Zwei Tage vor seinem Tod verkaufte er das Geschäft und wollte zurück in die Heimat. Das Geld aus dem Verkauf wurde gestohlen. Wenn er von Räubern in seinem Hinterzimmer mit dem Safe erschlagen worden wäre, wie hätte er so schnell in die Klinik zur Notfallbehandlung gebracht werden können? Warum bringt man überhaupt einen Toten zur Notfallbehandlung in die Klinik, der ja offensichtlich und eindeutig tot gewesen sein soll?
Ein anderer seltsamer Umstand war die Tatsache, dass Tsengs Geliebte, Zhou Xiuling, im März 2006 bei seiner Frau anrief und ihr mitteilte, dass sie Tseng schon verlassen hätte und an nichts von dem Schuld sei, was in der Zukunft passieren würde.
Als der Mord passierte, war Zhou jedoch ebenfalls im Geschäft, sie war allerdings völlig unversehrt. Was die Liste der Verdächtigen angeht, so meinte Frau Li, dass es sich bei diesen um nichts anderes als Sündenböcke handele. Sie nahm sich einen Anwalt und will die Sache weiter verfolgen.
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Gemäß der Leitlinie der KP, maximale Ausbeutung aller Ressourcen, egal ob Mensch oder Maschine, ist es nur konsequent, dass ein Geschäftsmann, der nicht mehr von finanziellem Nutzen sein will oder kann, eben durch seine Organe noch einen Beitrag für die Aufrechterhaltung der KP liefert.
Zwischen Mafiagruppen und der KP gibt es kaum Unterschiede, die Verquickungen sind mehr als eng.
Wie wir schon veröffentlichten, sind bereits hunderte Ausländer dem Organraub zum Opfer gefallen, meistens Leute, die man im Westen nicht vermissen würde. Alleinreisende, Hippies u.a.

