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Französischer Manager in China verhaftet

[22.03.2007] Eigentlich wurde Ma Jian, Manager eines französischen Ölpumpenherstellers, am 14. März zu einem Meeting in Angers, Frankreich, erwartet. Der Manager des Pekinger Firmenbüros von PCM wurde jedoch schon am 28. Februar bei seiner Arbeit in Peking verhaftet. Nach Aussagen seiner Mitarbeiter suchten sechs Polizisten in Zivil

Ma Jian vor dem Louvre in Paris. Er ist Manager eines französischen Unternehmens mit Büro in Peking und wurde dort ohne Angabe von Gründen von der Polizei auf ungewisse Zeit festgenommen. (Foto: The Epoch Times)


 Ma Jian in seinem Büro auf. Bei einer Durchsuchung verwüsteten die Polizisten die Büroräume, zerstörten die Telefonanlage, beschlagnahmten und verhafteten Ma Jian.

Die chinesische Polizei verweigert derzeit jegliche Information über den Grund der Verhaftung oder den Aufenthaltsort des Managers. Seiner Familie und seiner Firma wurde bis jetzt jeglicher Kontakt verweigert.

Ma Jians Ehefrau bat inzwischen Organisationen, die bei seiner Freilassung helfen könnten, sich für ihren Ehemann einzusetzen. 


Auch der Ölpumpenhersteller PCM, Arbeitgeber des Festgenommenen, hat sofort bei der französischen Botschaft in China um Hilfe gebeten. Ein Firmenvertreter beschreibt Ma Jian als „ehrlichen, aufrechten und kompetenten Mitarbeiter, der nicht nur wegen seines hervorragenden Geschäftssinns, sondern auch wegen seiner menschlichen Qualitäten hoch geschätzt wird." Seit seiner Entführung ist die Geschäftstätigkeit bei PCM in Peking zum Erliegen gekommen.

Ein „Spezieller Fall" setzt Gesetz und Recht außer Kraft


Wie der Firma durch die chinesische Polizei mitgeteilt wurde, sei eine Arretierung von bis zu 30 Tagen ohne Angabe von Gründen möglich. Außerdem könne er bis zur Eröffnung eines offiziellen Verfahrens bis zu 3 Monate in Isolationshaft gehalten werden. Den Anwälten der Firma wurde in diesem „speziellen Fall" die Außerkraftsetzung der normalen Verfahrensregeln zu verstehen gegeben, da die Verhaftung durch das „Büro 610" angeordnet worden sei.

Nach Auskunft von Menschenrechtsgruppen wurden dem „Büro 610" durch das kommunistische Regime diverse Sondervollmachten erteilt. Das „Büro 610" agiert völlig außerhalb der normalen Rechtsprechung, mit dem von Jiang Zemin 1999 erklärten Ziel, die Falun Gong-Bewegung „auszulöschen". Jiang Zemin war zu dieser Zeit chinesischer Staatspräsident. Jahrelange Inhaftierungen ohne Gerichtsverfahren, sowie die Verweigerung einer anwaltlichen Vertretung für Falun Gong-Schüler sind in China die Regel. Wenn Anwälte Falun Gong-Anhänger vertreten wollen, werden sie massiv eingeschüchtert, gemaßregelt, diffamiert und teilweise selber inhaftiert. Prominentes Beispiel dafür ist der Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng. Anwalt Gao wurde monatelang von Dutzenden von Agenten verfolgt, schließlich mehrere Monate festgenommen und dann mit ständiger Bewachung in seine Heimatprovinz abgeschoben, um ihn mundtot zu machen.

Ma Jians Ehefrau wird die französische Regierung weiterhin bitten, von der chinesischen Führung die Freilassung für ihren Mann zu fordern.





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