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China droht USA wegen Taiwan[18.03.2005] Das Außenministerium der VR China hat erstmals in einer deutlichen und undiplomatischen Form den USA zu verstehen gegeben, dass sie sich in der Sache Taiwan heraushalten sollen. Falls das nicht geschieht, würde man alle US-Staatsanleihen auf den Markt werfen und keine neuen mehr kaufen, ebenso den Yuan freigeben.
Im letzten Jahr, als alle Vorbereitungen für die Invasion beendet waren, ( wir berichteten ) schickte die USA den größten Teil ihrer Pazifikflotte nach Taiwan, und hochrangige Generäle gaben in Interviews Peking zu verstehen, dass eine Invasion in Taiwan Krieg mit den USA bedeuten würde.
Nach Verabschiedung des Antiabspaltungsgesetztes ist Peking besser vorbereitet, man benutzt erstmals die Drohung mit der Wirtschaftskeule. Würde China alle US-Bonds verkaufen, hätte dies einen Kollaps des Anleihemarktes zur Folge, die wegen der Defizite auf Fremdgeld angewiesene US-Wirtschaft würde in einem Augenblick zusammenbrechen. China ist laut offiziellen Statistiken nach Japan einer der wichtigsten Käufer amerikanischer Schatzanleihen. In der diplomatischen Note des chinesischen Außenministeriums an die US-Administration verlangt China ausdrücklich, dass sich die USA von jeder Einmischung in die "Angelegenheit Taiwan" fernhält, wenn die Invasion oder Vorbereitungen zu dieser beginnt. Zudem wird verlangt, dass die US-Regierung ihre "Nichteinmischung" in chinesische Angelegenheiten schon vorher in irgendeiner Weise öffentlich macht. Ebenso soll sich die USA bei Kritik an China zurückhalten. Als erster "positiver" Schritt in diese Richtung wird in China gesehen, dass die USA soeben erklärten, in diesem Jahr, anders als in den Vorjahren, bei der im März jährlich stattfindenden UN-Menschenrechtskonferenz in Genf keine Resolution mehr gegen China einzubringen. Diese Resolution scheiterte zwar mit schöner Regelmäßigkeit an ein oder zwei Ländern und den Enthaltungen, war aber für die VR China ein Gesichtsverlust. Zudem mußte sie Unsummen an bislang unentschiedene Länder zahlen, um sie auf ihre Seite zu bringen. ( Z.B. wurde an den kleinen Inselstaat Grenada über 100 Mill. USD gezahlt, um sich dessen Stimme gegen die US-Resolution zu vergewissern ) Die öffenliche Erklärung der USA sollte in etwa folgendes beinhalten: -Die USA glauben, dass die Probleme zwischen Taiwan und China von den beteiligten Parteien gelöst werden können - Die USA bleiben in diesem Punkt neutral Wie es heißt, wurde Bush von der Drohung völlig überrascht, da er nicht wußte, inwieweit die US-Wirtschaft bereits von China abhängig ist. US-Außenministerin Rice brach soeben zu Krisengesprächen nach Peking auf. Unterdessen wurde die Anzahl der Raketen in Richtung Taiwan auf 800 erhöht. Militärexperten meinen, um eine sichere Invasion zu gewährleisten, müßten insgesamt über 1000 Raketen stationiert werden. In der Küstenprovinz Zhejiang finden demnächst großangelegte Manöver statt, die eine Invasion simulieren sollen. An diesen nehmen auch russische Truppen teil. Oberbefehlshaber General Juri Balujevski dementierte aber soeben, dass die Manöver eine Invasion simulieren würden, wie in der russischen Mainstream-Presse berichtet wurde. 211 Seitenaufrufe
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