Aktuelles
Wirtschaft
Politik
Hintergrundbericht
Presseberichte

Menschenrechte
Gerichtsverfahren
Kultur
Gesellschaft
Wissenschaft
Sonstiges
Außergewöhnlich
Weblinks
Impressum

NEWSLETTER

  Back  Sitemap  Chinese  Englisch MONTAG 25.3.2019

Tod in Peking

[02.01.2007]

Ein in China lebender Deutscher kam unter mysteriösen Umständen ums Leben. Er war Mitglied im Mensa-Club für Hochbegabte und lernte seit seinem 13. Lebensjahr chinesisch; nach dem Abitur 2002 zog Bernhard Wilden nach Peking und beginnt als Stipendiat ein Bachelor-Studium der chinesischen Sprache, Geschichte und Kultur, das er 2005 mit Erfolg beendete.


Unterkunft und Studiengebühren wurden bis Ende des Studiums durch den KP-Staat bezahlt.
In der Nacht vom 22.12. auf den 23.12. endet sein Leben jäh, als er vom Hochhaus auf dem Gelände der Bergbau-Universität im Pekinger Uni-Bezirk Haidian in die Tiefe stürzt. Seine Mutter glaubt von Anfang an nicht an die Version der KP-Behörden, die implizit von „Selbstmord“ ausgehen ( man schrieb offiziell, dass man ihn "tot auffand" ). Kurz vor Weihnachten, am 22. rief er außerplanmäßig zu Hause an und bittet seine Mutter, ihn in Peking abzuholen, da sein Flugticket plötzlich verschwunden sei. 
In seiner letzten Email geht er auch auf den Grund ein, warum er weg will:
„Ich glaube, dass ich schon seit vielen Jahren beobachtet werde, was durch eine Kette von Ereignissen immer weiter verstärkt wurde, so dass jetzt ein Heer von Geheimdienstmitarbeitern um mich herum ist.“ Zudem hob er wenige Stunden vor seinem Tod noch einen Geldbetrag im Gegenwert von 100 € ab, was unsinnig wäre, hätte er die Absicht, Selbstmord zu begehen.
 Am 22.12.06 um  11.12 Uhr Ortszeit  zahlte Bernhard Wilden im Hotel Kempinsky mit seiner Kreditkarte einen Betrag von 248 Yuan für zwei Apfelsäfte und ein Brot mit Fleisch. Die Rechnung weist aus, daß es sich hierbei um den Verzehr durch eine Person handelt. Hätte er sich mit Freunden getroffen, so glaubt seinen Mutter, dass er nicht für sich alleine bezahlt hätte. ( In China wäre so etwas, nebenbei gesagt, eine Beleidigung des anderen ).
"Bernhard wäre niemals allein ins Hotel Kempinsky zum Essen gefahren", so schreibt seine Mutter in einem Forum... "Er aß gewöhnlich in einer Mensa, von denen es mehrere mit reicher Auswahl gab oder in einer der kleinen Imbißbuden oder Garküchen, die auch in der Nähe seiner Wohnung zu finden waren". Er muss sich also offensichtlich mit einer fremden Person, möglicherweise einem echten oder vermeintlichen Informanten oder Lockvogel getroffen haben.

Prinzipiell wird jeder in China lebende westliche Ausländer lückenlos überwacht, sein Leben bis in intimste Details zu den Akten gebracht. Allerdings merken Ausländer davon nichts, wenn jemand dies bemerkt, muss die Überwachung bereits massiv sein und evtl. eine Botschaft vermitteln oder er als akute Bedrohung für die KP gesehen werden. Irgendetwas davon war im vorliegenden Fall offensichtlich gegeben.
Bei solchen, plötzlich wichtig gewordenen Personen sind meistens über 50 Agenten auf sie angesetzt, offensichtlich handelte es sich bei ihm um eine aus KP-Sicht wichtige Person. Vermutlich hatte er durch seine perfekten Chinesisch-Kenntnisse etwas erfahren, was Ausländern normalerweise durch die Sprachbarriere verborgen bleibt. Die Mutter glaubt, dass es mit seiner kritischen Haltung zur chinesischen Ein-Kind-Politik und den Zwangsabtreibungen zusammenhängen könnte.
Seine Mutter schreibt weiterhin: "Jahrelang hat man schon festgestellt, daß dieser junge Mann unermüdlich an seinem Glauben festhält. Er schleppt ein paar Postkarten mit dem Bild des Papstes ein, er bringt ein paar Souvenirs vom Weltjugendtag in Köln mit und vor allem: Er verkündet seinen papsttreuen Glauben. Vielleicht gehört er auch der papsttreuen Untergrundkirche an. Vielleicht einem Verein, der wachsen wird und eine Gefahr für den chinesischen Staat und seine (Familien)-, vielleicht auch sonstige Politik werden will, weil der Papst mehr Einfluß erhalten will."


Der Vater von Bernhard Wilden musste nach seiner durch die tragischen Ereignisse erzwungenen Ankunft in Peking wegen der Abholung des Leichnams bei einem Gespräch mit zahlreichen Teilnehmern von Polizei und Behörden, bei dem es laut der Mutter ziemlich unkoordiniert zuging und es noch die Sprachschwierigkeiten gab, unterschreiben, daß er nach diesem Gespräch keine weiteren Fragen mehr stellt, sonst könne er den Leichnam seines Sohnes nicht in absehbarer Zeit nach Deutschland überführen. Der Vater musste dem also zustimmen. Die Internet- und Faxverbindungen der Familie zu Bekannten in China sind unterbrochen worden, so  dass auch hier keine Nachforschungen mehr möglich sind.


Warum wurde er von einem Hochhaus gestürzt? Hierzu muss man sich in die Denkweise eines KP-Agenten versetzen. An fast jeder Uni gibt es in China einen sog. „Turm des Todes“. Wenn neue Studenten an die Uni kommen, sagt man ihnen, dass sie sich nicht unter dieses oder jenes Hochhaus setzen sollen...was sie dann auch bald verstehen.
Von diesem Hochhaus stürzen sich dann regelmäßig Studenten, die dem Leistungsdruck nicht standhalten können, schlechte Noten bekamen und somit ihr Gesicht verloren. Somit ist das die für alle Chinesen glaubwürdigste Art und Weise, durch Selbstmord zu sterben. Auch wenn diese Faktoren in Fall des hochbegabten Bernard Wilden in keiner Weise zutreffen. Aber woher sollen das sie anderen chinesischen Studenten wissen, für sie klingt das Ganze implizit nach Selbstmord.


Die Botschaft


Warum aber ermordet die KP einen Ausländer zu Weihnachten? Zufall? Die KP handelt nicht nach dem Zufallsprinzip. Es gibt viele US-Bürger, Kanadier, Australier, die als Missionare unterwegs sind, die die gleichen Ansichten über Abtreibung und Ein-Kindpolitik verkünden und manche schmuggeln sogar unzensierte Bibeln nach China. Sieht man es als politisch opportun, so werden sie ausgewiesen oder eingesperrt, aber bisher nie ermordet.
Vor der Ermordung, insbesondere von Bürgern aus Kanada und den USA hat die KP Angst, weil sie befürchten muß, dass eine heftige Reaktion in diesen Ländern seitens der Medien, der verschiedenen Christenorganisationen oder sogar seitens der Diplomatie aufkommen würde. Besonders gilt das für Kanada, dessen Premier seit kurzem einen strikten Kurs gegenüber den Verbrechen der KP fährt.
Man hat aber keine Befürchtung, dass so etwas in Deutschland passieren würde, da die deutsche Politik alles tut, um in Peking nicht anzuecken. Das könnte die Wirtschaftsbeziehungen stören, so die Denkweise der Regierung. In den letzten Jahren beobachtete die KP genau die Reaktionen in der deutschen Politik gegenüber ihren Verbrechen und glaubt, nichts mehr befürchten zu müssen.


Es gibt jedoch noch etwas wichtigeres, eine Botschaft an den Vatikan: Gegenwärtig gibt es Verhandlungen des Vatikans mit Peking wegen der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China hat es in den vergangenen Monaten Geheimverhandlungen auf außerdiplomatischer Ebene gegeben. Das berichtete der Gründer der katholischen Basisgemeinschaft Sant'Egidio, Andrea Riccardi, in der jüngsten Ausgabe der italienischen Zeitschrift «Limes». Laut Riccardi war z.B. im August 2004 eine chinesische Delegation bei Papst Johannes Paul II. Der Vatikan muss natürlich noch die Beziehungen mit Taiwan abbrechen, um in Festlandchina Fuß fassen zu können und die potentiell große Anhängerschaft für sich zu gewinnen. Dem deutschen Pabst wird durch die Ermordung eines Deutschen aber klargemacht, wo die Grenzen liegen.
"Respektierst du diese, kannst du kommen, wenn nicht, dann schau was passiert!" Das ist die Botschaft der KP, und ein Deutscher wurde als Schlachtopfer ausgesucht, weil er persönlich die Grenzen nicht erkannte oder anerkennen wollte...


Welche KP-Organisation steckt nun aber konkret hinter  diesem Mord. Das ist leicht zu beantworten, es handelt sich dem Muster nach um das Büro 610 mit ca. einer Million Mitarbeiter. Seit etwa einem Jahr hat es erweiterte Kompetenzen und ist nicht mehr nur für Falun Gong zuständig, sondern auch für Katholiken und andere Christen. Es ist unter den Geheimdiensten Chinas der brutalste und mächtigste, seit 1999 wurden durch das Büro Zehntausende Falun Gong-Übende getötet und gefoltert.
Seitens des Ex-Diktators Jiang Zemin gab es im Jahr 2000 einen Erlass, nachdem alle gewaltsamen Todesfälle als "Selbstmord" deklariert werden sollen. Es gibt bereits Hunderte dokumentierter Fälle, in denen unliebsame Personen von Hochhäusern geworfen wurden, eine beliebte Methode des Geheimdienstes.
Neu ist allerdings, dass man jetzt auch Westler, die zudem noch Kontakt zu Familienangehörigen im Westen haben, auf diese Weise aus dem Weg räumt.
Doch wie heißt der chinesische Spruch:
"Auf dem Tiger reitend, schwer wieder abzusteigen". Absteigen kann die KP nicht mehr...aber wieviele reißt der Tiger noch mit in den Tod?


Hintergrund:






Büro 610 - eine Art chinesische Gestapo

Schädigt ihren Ruf, ruiniert sie finanziell, zerstört sie physisch !“

Unter dieser Anordnung gründete Jiang Zemin am 10. Juni 1999 die sogenannte „Führungsstelle für die Beseitigung von Falun Gong“, abgeleitet von ihrem Gründungsdatum, kurz „Büro 610“ genannt.
Jiang Zemin übertrug diesen „Büros 610“, einer Einrichtung im Rang einer staatlichen Behörde, als alleinige Aufgabe die Überwachung und Durchführung der Verfolgung von Menschen, die sich für diesen friedlichen Lebensweg entschieden haben. Das „Büro 610“ ist befugt, sich über alle bestehenden Gesetze und selbst über die Grundlagen der chinesischen Verfassung hinwegzusetzen, um das ihm gesetzte Ziel der Verfolgung und „Ausrottung“ von Falun Gong zu erreichen. 
Oberster von Jiang Zemin  ernannter Leiter dieses Büros ist Li Lanqing, ein ehemaliger Stellvertretender Premierminister. Speziell für die Durchführung verantwortlich ist Luo Gan, u.a. Mitglied des Zentralkomitees der chinesischen KP. Das bedeutet, höchste Regierungsvertreter sind mit der Verfolgung ihrer eigenen Bürger beauftragt!  
Das „Büro 610“ ähnelt in seinen Grundzügen der Gestapo des Naziregimes. Seine Präsenz zieht sich durch alle politischen Gremien, es ist in allen Verwaltungsebenen in Stadt und Land vertreten. Die Auswirkungen seiner totalen Kontrolle erstrecken sich auf alle Bereiche des Lebens.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das „Büro 610“ steht über dem Rechtssystem
Auf der Sitzung des Politbüros der KPC am 7. Juni 1999 diffamierte Jiang Zemin Falun Gong grundlos und stufte die „Behandlung der Falun Gong-Frage“ als einen politischen Kampf ein. Er hatte Falun Gong zum politischen Feind erklärt und hetzte damit den Kampfgeist der Kommunistische Partei Chinas auf. Daraufhin gab er die Order zur Gründung einer „Führungsgruppe des Zentralkomitees zur Behandlung der Falun Gong-Frage“. Nach ihrem offiziellen Gründungsdatum am 10. Juni wurde dieses Organ offiziell „Büro 610“ genannt. Seitdem wurde das Büro 610 auf allen Regierungsebenen eingerichtet und ist für alle konkreten Maßnahmen zur Unterdrückung von Falun Gong zuständig.

Das der KPC untergeordnete Komitee für Politik und Recht, die Medien, die Behörde für öffentliche Sicherheit, die Staatsanwaltschaften, die Volksgerichte und die Behörde für Staatssicherheit - alle sind seine Handlanger. Dem Schein nach ist das Büro 610 dem Staatsrat untergeordnet; in Wirklichkeit ist es ein Organ der KPC, das sich außerhalb des Regierungssystems befindet. Das Büro 610 wird deshalb von keinerlei gesetzlichen Bestimmungen und staatlichen Anordnungen eingeschränkt. Es ist ein Organ mit absolutem Machtanspruch, das über die staatlichen und rechtlichen Systeme hinausgeht und über sämtliche staatlichen Mittel verfügen kann. Es ist ein ähnliches Organ wie die Gestapo im Dritten Reich. Nachdem Jiang Zemin den Befehl zur Unterdrückung von Falun Gong gegeben hatte, veröffentlichte die Xinhua-Nachrichtenagentur am 22. Juli 1999 die Rede des Leiters der Organisationsabteilung der KPC und die Rede des Leiters des Propagandaministeriums, die Jiang Zemin bei der Verfolgung von Falun Gong offiziell den Rücken stärkten. All dies zeigt, dass der abscheuliche Plan von Jiang Zemin die Unterstützung des gesamten Organisationssystems der KPC erfuhr.

In zahlreichen Fällen wurde nachgewiesen, dass die Sicherheitsbehörden, Staatsanwaltschaften und Gerichte über keinerlei Rechte verfügen, die Fälle, die Falun Gong betreffen, eigenständig zu behandeln, sondern alle den Anweisungen des Büros 610 zu folgen haben. Wenn Familienangehörige von Falun Gong-Praktizierenden, die verhaftet, eingesperrt oder zu Tode gefoltert wurden, bei öffentlichen Sicherheitsbehörden, Staatsanwaltschaften oder Gerichten Anzeige einreichen wollen, bekommen sie zur Antwort, das müsse vom Büro 610 entschieden werden.

Für die Existenz des Büros 610 gibt es keinerlei rechtliche Grundlage. Wenn es Anweisungen an die Organe der KPC erlässt, gibt es dafür meistens keine schriftliche Mitteilung, sondern alles wird nur mündlich weitergegeben. Außerdem wurde angeordnet, dass niemand, der die mündlichen Anweisungen gehört hat, Audio- oder Videoaufnahmen machen darf, es darf nicht einmal eine schriftliche Notiz gemacht werden.

Eine solche temporäre Einrichtung zu gründen ist eine bewährte Methode der KPC, die in der Vergangenheit schon oft ihre Anwendung fand. Bei allen politischen Kampagnen, die dazu dienten, Andersdenkende aus dem Weg zu räumen, wurde die Gewaltpolitik der KPC durch solch befristete Einrichtungen im ganzen Land durchgesetzt, wie zum Beispiel während der Kulturrevolution durch den „Stab des Zentralkomitees der KPC zur Durchführung der Kulturrevolution“.

In dem langen Prozess der Gewalt- und Terrorherrschaft der KPC wurde mittels Gewalt, Lügen und Informationsblockade der mächtigste und bösartigste Staatsterrorismus der Welt systematisch aufgebaut. Dies hat die KPC an die Weltspitze in Sachen Brutalität und Verlogenheit befördert. An Umfang und Grausamkeit der Verfolgungskampagnen gibt es in der Geschichte nicht seinesgleichen. In der Vergangenheit hat die KPC bei den politischen Bewegungen viele Erfahrungen gesammelt und eine Reihe von systematischen und wirksamen Methoden entwickelt, um die Menschen zu unterdrücken, zu verfolgen und zu töten. Diese Methoden sind grausam, heimtückisch und verlogen. In dem im Vorwort genannten Beispiel konnte der Ehemann die Beleidigungen und Bedrohungen der Polizei nicht aushalten und hat seine Frau erwürgt. Dies ist eben die erschreckende Folge davon, dass die KPC die menschliche Natur des Volkes durch Betrug mittels ihrer Medien, Ausübens von politischem Druck, Sippenhaft, Bedrohung, sowie andere staatsterroristische Maßnahmen, verdreht und im Volk den Hass schürt.

( Auszug aus dem 5. Kommentar über die KPC )



























































































4354 Seitenaufrufe
    Druckansicht

Weitere Artikel zu diesen Thema
06.04.2013 Helft den Erfrierenden
29.03.2013 Fackel der Freiheit
12.03.2013 And the next Pope is
25.01.2013 The Illusion of Freedom
08.06.2012 Wie uns die Mafia regiert
09.01.2012 Warum der Wulff erlegt werden soll
05.08.2011 Der Rassenkampf ist zurück
04.08.2011 China setzt auf Gammastrahlenwaffen
08.09.2010 EU Außenministerin tourt durch China
09.08.2010 Mongolen schwärmen für Hitler


Alle Artikel in dieser Rubrik anzeigen


     

Erstellt 2003   http://www.china-intern.de