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Kampf um die letzten Ressourcen für Vogelgrippemedikament Tamiflu®

[17.10.2005] Gegenwärtig konzentrieren sich die Forscher auf eine aus China kommende Pflanze, die es in fast jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Fast die gesamte Ernte der Pflanze jedoch, etwa 90 %, wurde vom Schweizer Pharmakonzern Roche aufgekauft. Es handelt sich um

Sternanis.
Es wird in China seit Urzeiten als Heilmittel verwendet, vor allem gegen Koliken und als Gewürz, ironischerweise für Enten.
In Deutschland ist es eher im Weihnachtsgebäck oder Lebkuchen verbreitet.

Aber das Gewürz ist der Grundstoff einer gewissen Säure, die die Grundlage von Tamiflu, der einzigen verbliebenen Droge gegen die Vogelgrippe darstelt.

Nach dem Ausfall vom wesentlich billigeren Amantidin durch den massenhaften staatlich verordneten Mißbrauch in China ( siehe anderer Artikel ), ist es das einzige Mittel, das möglicherweise noch gegen die Vogelgrippe wirkt.Die britische Regierung wollte für 14 Millionen Menschen Packungen bereit stellen, da aber fast die gesamte Ernte verschwunden ist, konnten bislang nur 2,5 Mill. Packungen ausgeliefert werden.
Wie es heißt, sei die Verknappung von Sternanis der Grund, weshalb Großbritannien nicht genug Tamiflu bekommen kann, um seine Bevölkerung zu schützen. EU-Minister berieten sich in einer Dringlichkeitssitzung, um über dieses Problem zu sprechen.
Mit dem Näherrücken der Vogelgrippe wollten einige Regierungen der EU ihren Vorrat der einzigen Droge, die angeblich die Vogelgrippe eindämmen kann, aufstocken. Verwendet werden kann für Tamiflu nur Sternanis aus vier Provinzen Chinas, dieser wird zwischen März und Mai geerntet. Der Prozess der Extraktion dauert fast ein Jahr.
Verschiedene Politiker in GB forderten Roche auf, das Patent für Tamiflu freizugeben. Roche lehnte jedoch ab und meint, andere Produzenten hätten jetzt eh keine Chance, da für diese ja nun kein Rohstoff mehr übrig sei....


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Erstellt 2003   http://www.china-intern.de