Aktuelles
Wirtschaft
Politik
Menschenrechte
Gerichtsverfahren
Kultur
Gesellschaft
Wissenschaft
Sonstiges
Außergewöhnlich
Weblinks
Impressum

NEWSLETTER

  Back  Sitemap  Chinese  Englisch DONNERSTAG 9.2.2012

Scroogle statt Google

[28.09.2006] Da Google immer mehr zensiert, kontrolliert und protokolliert, was die Nutzer tun und außerdem einer der eifrigsten Unterstützer des chinesischen KP-Regimes geworden ist, gibt es jetzt eine Alternative hierzu.
Bei Scroogle werden weder Cookies gesetzt, Suchanfragen protokolliert, noch die IP-Adresse sichtbar gemacht.
In den USA setzt sich Scroogle.org bereits immer mehr durch.

Dies nur ein Hinweis an diejenigen, die "Don´t be evil" ernst nehmen...

Vor einiger Zeit stellte Google ein neues Feature vor, es handelt sich um den Google Desktop. Wenn ein unbedarfter Nutzer diesen benutzt, wird die Funktion „Computer durchsuchen“ aktiviert. Dadurch werden alle privaten Dokumente, die auf dem Computer gespeichert sind, auf Server von Google transferiert

Amerikanische Verbraucherschützer warnen nun davor, dass die Daten von allen möglichen Leuten mit Hintergedanken missbraucht werden, z.B. Anwälten, die in den Dokumenten gezielt nach juristischen Schwachstellen ihrer Gerichtsgegner suchen - in den USA durchaus nicht unüblich. Ebenso könnten Regierungsstellen die Daten auf der Suche nach möglichen Gesetzesverletzern problemloser noch als bisher durchsuchen. Hacker hätten zudem einfaches Spiel mit dem neuen System.
„Unter dem Deckmantel des Vertrauens verlangt Google nun, dass die Verbraucher alle ihre sensiblen Daten der Milliardenfirma anvertrauen.Wenn man Google nicht besonders konfiguriert ( und das werden nur wenige Eingeweihte machen ), wird Google über unsere Steuererklärungen, Geschäftsunterlagen, Liebesbriefe und Krankenakten verfügen“, warnt ein Vorstandsmitglied der EFF, einer Art amerikanischen Verbraucherschutzorganisation für Computernutzer. Ohne einen Hausdurchsuchungsbefehl, nur mit Hilfe einer Vorladung können die Regierung, Konkurrenten oder der Ex-Ehepartner problemlos an alle Daten herankommen, sie müssen nur eine sogenannte Subpoena, eine richterlich angeordnerte Bereitstellung von Beweismitteln  gegen Google ausstellen. Der Betroffene würde nicht einmal rechtzeitig benachrichtigt werden, so führt er weiter aus. In North Carolina wurde jetzt erstmals ein Mann wegen Mordes verurteilt. Als Beweis zogen die Richter die Aufzeichnungen über seine Suchbegriffe zu Rate. Man vermutete, dass er sein Frau umbringen wollte, da er nach den  Begriffen "Hals" und "brechen" sowie "halten"  suchte.

Ebenfalls speichert Google alle IP-Adressen  seiner Nutzer, ebenso  die Suchbegriffe und die Zeit des Besuches, um so Dossiers über seine Nutzer anzulegen, wie Googleverantwortliche in den USA vor kurzem zugeben mussten.


626 Seitenaufrufe
    Druckansicht

Weitere Artikel zu diesen Thema
25.03.2011 Paranoide unterwegs: China zensiert Telefongespräche nun in Echtzeit
27.01.2010 Spieglein, Spieglein...
13.01.2010 Wer mit roten Drachen spielt, kann sich verbrennen...
26.09.2009 Die Blauschilds - neueste effektivste Zensursoftware aus China
23.06.2009 Was blockiert der Grüne Damm?
04.09.2008 Zensur in Deutschland - KP kontrolliert IHK Hamburg
07.08.2008 Lückenloses Stasi-Netz liegt über Peking
06.08.2008 Die KP und Eutelsat
24.04.2008 Anti-Zensur Top 10
08.02.2007 Der Spion im Computer


Alle Artikel in dieser Rubrik anzeigen


     

Erstellt 2003   http://www.china-intern.de