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China erwägt eine Anhebung des Wechselkurses des Yuan um fünf Prozent

[15.02.2004] Zeitungsberichten aus Hongkong zufolge erwägt die kommunistische Regierung eine Anhebung des Renminbi um fünf Prozent im März.


Der Yuan unter der Lupe

Im ersten Schritt soll die Fluktuationsspanne des Yuan bis 1:7,887 zum Dollar ausgeweitet werden ( gegenwärtig 1: 8,277 )
Bis Ende des Jahres soll dann diese Spanne auf 5 % steigen.

Mit dem im Vergleich zum Euro schwächeren Dollar verliert der Yuan auch zum Euro immer mehr, da er an den Dollar gebunden ist, was in Europa und den USA jüngst immer mehr zu Beschwerden über Dumpingpreise chinesischer Hersteller geführt hatte. In den USA gab es bereits Antidumpinguntersuchungen bei einigen chinesischen Produkten, z.B. Büstenhalter und Fernsehgeräte.
Im letzten Jahr stieg das Handelsbilanzdefizit der USA zu China auf einen Rekord von 124 Milliarden Dollar, was in den USA ein heiß diskutiertes Thema im Präsidentenwahljahr wurde.

Japan seinerseits ist gerade dabei, zusammen mit Südkorea ein Freihandelsabkommen mit südostasiatischen Ländern abzuschließen, um mit China noch konkurrieren zu können. So hätten diese Länder ein höheres Gewicht gegenüber China. Wenn China nicht auf diese Herausforderung reagiere, so die Strategen in der KP, würde sein wirtschaftlicher Einfluß schwinden.

Obwohl eine Anhebung des Yuan den Exporten schade ( ein merklicher Effekt würde nach einer Untersuchung amerikanischer Wissenschaftler aber erst bei einer Erhöhung um 40 % auftreten ), helfe er den Importeuren.
Da die natürlichen Ressourcen Chinas sich dem Ende zuneigen, ist China immer mehr von Öl-, Gas,- und Rohstoffimporten abhängig . Obwohl China gegenwärtig die Stahlkapazitäten um das Doppelte ausweitet, ist die Herkunft des Stahls vermehrt das Ausland. China erweitert auch die Aluminiumproduktionskapazitäten, aber auch das Aluminiumoxid kommt vermehrt aus ausländischen Quellen. Auch um diese immer notwendigeren Importe zu finanzieren, sieht sich China gezwungen, den Yuan "anzupassen".
Ein anderer Faktor ist der enorme Zustrom an Spekulationskapital durch ( wegen der offiziellen Devisenrestriktionen ) meist illegale Kanäle nach China, das von einer sicher geglaubten Erhöhung des Wechselkurses ausgeht und zu einer Bedrohung der Währungsstabilität geworden ist.

Da China also wegen der sich verschlimmernden Energiekrise gezwungen ist, immer mehr Energie im Ausland einzukaufen und in Ölforderungsprojekte im Ausland zu investieren, sieht es sich offensichtlich genötigt, durch eine Erhöhung des Wechselkurses diese Investitionen zu verbilligen.
Ein Sprecher des Finanzministeriums in Peking nannte oben erwähnte Berichte "unzutreffend".
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