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Eine neue Welle : Fluchtgelder in Höhe von 100 Milliarden verlassen China

[17.07.2003] Während Festland China gerade sich erst von der SARS-Epidemie erholt, gibt es eine weitere, von Menschen verursachte Epidemie: gegenwärtig werden enorme Summen an Fluchtgeldern aus China herausgeschmuggelt. Allein in einem Zeitraum von nur 20 Tagen wurde150 Milliarden Yuan außer Landes gebracht.

Sogar die KP der VR Chinas war über diese Nachricht schockiert.Vom 25. April bis zum 8. Mai kamen das Politbüro, das ständige Politbüro , die zentrale Disziplins-und Inspektionskomission der Partei sowie das Zentralkommittee der Armee zu Dauersitzungen zusammen um über Gegenmaßnahmen zu beraten. Hu Jintao, der Generalsekretär des Zk der KP Chinas machte bei diesem Treffen des Politbüros deutlich, dass diese neuerliche Welle an Fluchtgeldern eine eine ungewöhnliche und komplexe Herausforderung für die neue kollektive Führerschaft darstelle.
Das Problem lag innerhalb der Partei ,in der Hierarchie der Führerschaft, sowie in einzelnen Abteilungen. Die durch SARS verursachten außergewöhnlichen Umstände wurden genutzt, um die eigene Flucht und den "Export" des Kapitals vorzubereiten und durchzuführen ( was von einigen darauf zurückgeführt wird, das Jiang Zemin und seine Clique nach wie vor die Zentralbank sowie das Bankwesen kontrolliert.)

Während der letzten 10 Jahre hörte die Kapitalflucht nie richtig auf, obwohl sie von Zeit zu Zeit unterbrochen wurde. Verschiedenen Quellen zufolge entnahmen Regierungsbehörden und VEBs (Volkseigene Betriebe) Ende März riesige Summen an Devisen und Renminbi aus den Banken

Der Staatsrat forderte daraufhin alle untergeordneten Abteilungen auf, alle Geldabhebungen, die die Höhe von 100 Mill. $ oder 500 Mill. Renminbi überstiegen, innerhalb von 24 Stunden dem Zentralkommittee für Finanzen sowie dem Staatsrat zu melden.
Jedoch entnahmen bis zum 25. April 25 große Städte , eine nach der anderen,dem Bankensystem enorme Summen Devisen sowie einheimische RMB .
Einige verwendeten anonyme und fiktive Konten, auf die die Gelder geleitet wurden, andere leiteten sie in irgendwelche obskuren "Entwicklungs"- und "Investmentfirmen" . Die Gesamtsumme der Entnahmen belief sich auf 12 Milliarden US-Dollar in verschiedenen Währungen (Euro, Pfund, Franken etc.) sowie 53 Milliarden RMB.
Vom 11. bis 18. April hatten Städte wie Peking, Shanghai Shenzhen und andere kein Geld mehr für den Umtausch von RMB in Fremdwährungen.
Sie sandten dringende Hilferufe an die Zentralbank und das Verwaltungsbüro für Devisenumtausch., welches umgehend Flugzeuge einsetzen mußte, um rechtzeitig die Versorgung mit Devisen wiederherzustellen.
Als der Leiter der Zentralbank, Zhou Xiaochuan, diese Nachrichten erfuhr, sagte er lapidar:" Dies ist ein normales Phänomen, wenn der Inlandskonsum ansteigt. Ich denke, dieses Phänomen wird sich noch ausweiten, wenn der Lebensstandart der Menschen zu wachsen beginnt. Dies wird für unser Land vorteilhaft sein , ebenso für die wirtschaftliche Entwicklung."
Diese Aussage machte er auf dem Höhepunkt der SARS-Krise, als die Wirtschaft still stand und der Konsum zurückging.

Die Abhebungen aus der Banken in der Zeit April/Mai waren 5,3 mal höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Einem internen Schreiben des Staatsrates zufolge flohen allein von April bis Mai 180 mittlere bis höhere Funktionäre außer Landes oder kehrten nach Auslandsbesuchen nicht zum dafür vorgesehenen Zeitpunkt zurück.
Zudem planten 12 hohe Funktionäre aus Guangdong,Jiangsu,, Tianjin,Yunnan etc. die Posten auf der Provinzebene innehatten, mit Bargeld zu entkommen.
Entgegen der Hoffnung, der Bestrafung zu entgehen, wurden sie stattdessen auf der Flucht an der Grenze oder an Flughäfen gefasst.
Unvollständigen Angaben zufolge begann die KP eine "Donner 28" genannte Operation am 28. April und man stellte 27 riesige Kisten Bargeld in Fremdwährungen sicher- US-Dollar, Euro, Pfund etc.-diese wurden in Transportflugzeugen, umgebauten Kreuzfahrtschiffen sowie in Armeefahrzeugen geschmuggelt. Das dabei sichergestellte Geld betrug 415 Mill. US-Dollar, 800 Renminbi sowie 310 Mill. in Anleihen.
Zudem wurden große Kapitalmengen in einem Luftfrachter gefunden, der von Dalian nach Japan unterwegs war., ebenso in auf Speziallinienfrachtschiffen die von Dalian, Qingdao, Tianjin, und Shanghai nach Japan ,in die USA sowie nach Europa unterwegs waren, in Kühlfächern von Cargofrachtern, in Postflugzeugen am Baiyun Flughafen in Kanton, sowie in Luxusautos mit dem Bestimmungsziel Hongkong.

Am 30. April in den Abendstunden wurde bei Macao ein großes Speedboat umzingelt. Die Insassen hatten mehr als 500 000 Bargeld sowie 16 Mill. RMB bei sich. Die vier Leute auf dem Boot hatten alle verschiedene ausländische Pässe sowie andere Unterlagen bei sich.

Kommentar:
Während westliche Investoren immer noch ihr Geld nach China transferieren, bringen es die Funktionäre vor Ort in Massen nach draußen. Sie können die wahre Lage ihres Landes am besten einschätzen, haben sie sie doch selbst verursacht. Oder wie man in Deutschland sagt: Die Ratten verlassen das sinkende Schiff. Mittlerweile soll China schon den vierten Platz auf der Hitliste der Länder mit der größten Kapitalflucht einnehmen.

Eine neue Welle : Fluchtgelder in Höhe von 100 Milliarden verlassen China Während Festland China gerade sich erst von der SARS-Epidemie erholt, gibt es eine weitere, von Menschen verursachte Epidemie: gegenwärtig werden enorme Summen an Fluchtgeldern aus China herausgeschmuggelt. Allein in einem Zeitraum von nur 20 Tagen wurde150 Milliarden Yuan außer Landes gebracht.

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