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Neue Kampagne gegen Ölpiraten und Sabotage

[22.12.2003] In China begann im August ein Feldzug gegen Diebstahl und Sabotage auf Ölfeldern. Diese Kampagne wurde von den staatlichen Medien intensiv begleitet.


"Helden der Arbeit"

Die Kampagne zur Verbesserung der Sicherheit auf den Ölfeldern wurde vom Ministerium für Staatssicherheit ins Leben gerufen und von den zwei großen Ölfirmen CNPC und Sinopec unterstützt, deren Fördermengen durch Ausbeutung der Lagerstätten, mehr aber noch durch das Phänomen der Ölpiraten leiden.


In diesem Zusammenhang wurden die wichtigsten Medien auf die Ölfelder zitiert und mußten den Kampf gegen die Piraten hautnah verfolgen und Interviews über die dabei erzielten Erfolge machen.


Jedoch teilten einige Offizielle, die sich mit Öldiebstahl beschäftigen, den ausländischen Reportern insgeheim ihre Befürchtung mit, dass nach den Ende des Medienbombardements der Eifer bei der Verfolgung der Ölpiraten nachläßt.


Ein Angestellter des "Büros gegen Öldiebstahl" bei Sinopec meinte, es sei eine Einmalkampagne und sie werde ein schnelles Ende finden.


Ein Sprecher des Ministeriums für Staatssicherheit wollte auf Nachfrage die Anzahl der beteiligten Journalisten nicht nennen, ebensowenig Details über den Ausflug in die Ölfelder.

Die für diese Tour ausgewählten Journalisten , die in drei verschieden Gruppen aufgeteilt wurden, besuchen noch bis zum Jahresende Nordost, Nordwest und Ostchina. Dabei bereisen sie die Felder von Daqing, Jilin, Liaohe, Dagang, Changching, Sichuan und Huabei, die alle zu CNPC gehören, ebenso Shengli, Henan und Zhongyuan, die von Sinopec verwaltet werden.


Erste Berichte zeigen, dass z.B. in Daqing insgesamt 209 illegale Raffinerien geschlossen wurden. 3000 Tonnen Öl konnten bei den Ölpiraten sichergestellt werden.


Im Daqing Ölfeld konnten 59 illegale Raffinerien aufgespürt werden und 21 Ölquellen, die vorher von Ortsansässigen illegal besetzt worden waren, wurden wieder unter die Kontrolle der Regierung gebracht. 462 Personen wurden im Laufe der Aktivitäten wegen verschiedener Delikte bestraft.

Hintergrund:
Wie wir jüngst bereits in anderen Artikeln darstellten, ist in China eine Energiekrise ausgebrochen. Dies ist einer der Gründe, warum man dem chaotischen Treiben auf den Ölfeldern zu Leibe rücken will. Gleichzeitig wurden etliche Kohleexporte gestoppt , sogar Kohleschiffe, die schon ins Ausland unterwegs waren, wurden zurück nach China beordert.
An die 2000 Kohlegruben in der Provinz Shanxi wurden wieder freigegeben, um die nötige Kohleversorgung wiederherzustellen.
Es fehlen jedoch vor allem die Transportkapazitäten auf der Schiene, um die Kohle rechtzeitig zum Bestimmungsort zu bringen.
Öl hingegen , das für den Nordosten bestimmt war, wurde kurzfristig nach Shanghai und Jiangsu umgeleitet, damit dort die vornehmlich ausländischen Joint Ventures nicht zu sehr davon betroffen werden und man vor allem im Ausland nicht allzuviel über die hausgemachte
Energiekrise redet...

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