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Korruption- oder die fetten Kühe von Tainan

[25.04.2004] Im Lauf der vergangenen 10 Jahre stiegen die Korruptionsfälle in die Staatsbeamte involviert waren stark an.


Der Mann im Hintergrund

Diese Korruption in den höheren Polit und Finanz-Ebenen beeinflusst ganz China negativ: Anstatt ihre Arbeit zu machen, versuchen Beamte nur, kompetent und erfolgreich zu erscheinen.

Ein gutes Beispiel ist der kürzliche Korruptionsfall um Men Xianxue, dem ehemaligen Sekretär des städtischen Parteikommitees in Tainan, Provinz Shandong:
Um Unterstützungen zu erhhalten, berichtete er seinen Vorgesetzen, dass die Bauern in Tainan gute Viehzuchtergebnisse hätten. Er bestellte auch ein Revisorenteam, um sein Management vieler von ihm verwalteten Städte begutachten zu lassen.


Bei Ankunft der Revisoren wurden sie mit Geschenken und Geld überschüttet - und begannen danach, das Provinzmanagement von Men Xianxue zu begutachten, - das Ergebnis fiel nach ein paar Tagen sehr gut aus. Aufgrund ihres Berichtes wurde Men Xianxue als Nachwuchsvertreter des nationalen Kongresses der Chinesischen Kommunistischen Partei vorgeschlagen.

Was geschah tatsächlich in Tainan?



Jede Nacht wurde vor dem Besuch der Kontroleure dasselbe gesunde Vieh von Men Xianxue ergebenen Leuten zu der nächsten Dorfschaft gebracht.
Obschon das meiste Vieh in Tainan ärmlich aufwuchs und die Bauern misshandelt wurden, gelang die Täuschung der Revisoren.

Ein weiteres Beispiel für die steigende Korruption ist der Fall Wang, dem ehemaligen stellvertretenden Provinzgouverneur der Anhui-Provinz - was etwa einem U.S. - Staatsgouverneur entspricht.
Als Wang in der Stadt Buyan arbeitete fälschte er willkürlich einfach das BSP der Stadt von den tatsächlichen 4.7% auf 22% - und berichtete diese Zahlen über die gesamten 90er Jahre hinweg. Hinzu kamen Geldwäscheprojekte, bis er 2002 verhaftet wurde. Er schädigte so Buyan bis zu einem Finanzdefizit von 2 Mrd. US$.

Als Wang noch Sekretär des städtischen Parteikomitees war besuchten ihn Kontrolleure aus Peking, um seine Management der Stadt Haozhou zu inspizieren. Gleich Menianxue täuschte er sie durch Einschüchterung der ärmsten Bauern, bis sie vorgaben, Wang hätte ihnen Wohlstand gebracht. Wang wurde im Dezember 2003 zum Tode verurteilt.

Dennoch sind Männer wie Men Xianxue und Wang Huaizhong nicht selten unter chinesischen Staatsbeamten.

Allein 2003 wurden auf der Ebene der Gouverneure 13 Beamte wegen Korruption entlassen oder verurteilt. Auf der Ebene der Bezirke lag die Zahl schon bei 2603.

Die Korruption bringt ökonomisch erschlagenden Schaden: von "Transparency International" einer Berliner NGO, die Korruption bekämpft, wird er Verlust auf 15% des Bruttoinlandsproduktes geschätzt.
Von Hu Angang von der Sektion des "State Research Center" der Tsinghua Universität wird der Verlust in der zweiten Hälfte der 90er auf zwischen 13.2% bis 16.8% des BIP geschätzt.


Doch letztendlich können Berichte und Statistiken die Korruption nicht stoppen.

Set dem 15. Kongress der Chinesischen KP 1997 wurden 2000 Erlasse und Anordnungen verabschiedet, um die Korruption zu stoppen. Darunter 120 von der "Zentralen Disziplinierungskommission" -der höchsten legislativen Behördeinstanz und dem Ministerium für Supervision.

Dennoch wird die Korruption in China schlimmer und daran wird nicht ernsthaft gearbeitet, solange selbst die Disziplinarbehörden korrupt sind und mehr mit ihrem Image als ihrem Effekt beschäftigt sind.

Zum Beispiel wurden Zhang Wenkang und Men Xuenong beide wärend der SARS-Krise entlassen, nur um ihnen zwischen September und November 2003 neue Posten zu geben, als nämlich die internationale Empörung über China nachließ. Zhang wurde stellvertretender Vorsitzender der Soong Ching Ling Foundation und Men des "South-to-North Water Diversion Project".
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Erstellt 2003   http://www.china-intern.de