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China bald vor gigantischer Überproduktion bei Stahl

[13.05.2004] ( Autor: Wu Zhong )

Chinas Vorratslager bei Stahlprodukten vermehrte sich explosionsartig im ersten Viertel dieses Jahres um mehr als 40 Prozent. Hinzu kommt die Sorge, dass das Land mit einer massiven industriellen Überproduktion konfrontiert ist, die zu Fabrikschliessungen und Jobverlusten führen könnte.

Gerade letzte Woche wurde aufgedeckt, dass das Festland fast 50 Prozent mehr Autos im März produziert hatte, verglichen mit dem gleichen Monat vom letzten Jahr - trotz eines Vorrats von 200.000 nicht verkauften neuen Autos.

Die chinesische Eisen- und Stahl-Gesellschaft sagte gestern, dass die Festland-Produktion von Eisen und Stahl im ersten Quartal dieses Jahres weiter ansteige.

Die Stahlproduktion war mehr als 26.38 Prozent ein Jahr zuvor und erreichte 61.46 Millionen Tonnen. Die Produktion des Roheisens stieg von 25.97 Prozent auf 56.73 Millionen Tonnen.

Die Stahlproduktproduktion wuchs von 29.47 Prozent auf 67.26 Millionen Tonnen - trotz der großen Vorratslager. Ende März hatte der Vorrat 4.06 Millionen Tonnen erreicht, 42.68 Prozent mehr als Ende letzten Jahres.

Ein Bericht der Stahlgesellschaft erwähnt, dass infolgedessen Preise ständig zu fallen begonnen haben.

Jedoch warnte die Gesellschaft den Exekutivvizepräsidenten Luo Bingsheng, dass Bemühungen unternommen werden sollten, um einen erdrutschartigen Preisverfall zu verhindern, welcher heftige gesamtwirtschaftliche Auswirkung haben könnte.

Luo, ehemaliger Vorsitzender eines der größten Stahlwerke Chinas, der in Peking beheimateten Shougang Corporation, sagte: ``Wenn die Produktion ernsthaft die Marktnachfrage übersteigt, wird eine Reihe von Stahlunternehmen gezwungen sein, ihren Betrieb zu schliessen.'' Luo drängte zu einer bessere Koordination zwischen der Expansion der Produktionskapazität und der Marktnachfrage, um ein ernsthaftes Überangebot zu vermeiden. Auch wies er darauf hin, dass China die Stahlimporte besser handhaben sollte und gleichzeitig inländischen Überschuss auswärts verkaufen solle.

Zuvor teilte das Handelsministerium mit, dass sich der durchschnittliche Preis der Stahlprodukte auf dem Festland im ersten Quartal um ungefähr 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht hatte, aber diese Zunahmen erwartet wurden, um sich im zweiten Quartal dann erheblich zu verlangsamen.

Insbesondere bestanden Vorratslager bei warm gewalzten Stahl von 145.000 Tonnen Ende März - eine Zunahme von 30.4 Prozent seit Ende 2003.

Ein Vorratslager des kalt gewalzten Stahls stieg auf 62.5 Prozent an bis auf 157.100 Tonnen Ende des letzten Monats.

Die Zentralverwaltung ist besorgt über die übermäßige Investition in die Stahlindustrie seit letztem Jahr.

Die Investition im Stahlsektor verdoppelte sich fast im 2003 gegenüber dem vorhergehenden Jahr.

Ma Kai, der Minister, der verantwortlich ist für die Staatsentwicklung und Reformkommission, beschrieb letzten Monat die Stahlwachstumsmenge als astronomisch.

Aber trotz Pekings Bemühungen die Überexpansion zu bändigen, ließ Luo, von der China Eisen -u. Stahlgesellschaft zu, dass sich die Investition in der Stahlindustrie seit Anfang dieses Jahres nicht verlangsamte.

„Es ist Zeit für die Industrie, das Problem ernsthaft anzugehen„, teilt der Minister mit.
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