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Öl in China wird knapp

[18.10.2004] Händler und Schwarzhändler von Heizöl, Benzin und anderen Ölsorten halten in Festlandchina in Erwartung weiter steigender Preise ihre Ware zurück.

Die "Gefahr" steigender Ölpreise veranlasst die entsprechenden Händler, gegenwärtig nicht mehr genug ihrer Vorräte an die Kunden abzugeben. Der Ölpreis in China ist wie in allen ehemaligen kommunistischen Ländern, staatlich festgelegt.
Die Schwarzmarktpreise für Öl stiegen bereits um 30 %. In Zeiten normaler Ölversorgung ist es leicht, den Ölpreis zu begrenzen, in Zeiten weltweiter Knappheit und dem von den Händlern wahrgenommenem Peakoilphänomen ist dieses System jedoch dem Tode geweiht. China importiert offiziellen Angaben zufolge 40 % des Rohöls.
Ein Sinopecverantwortlicher betonte inoffiziell, daß der Staat gezwungen sei, die Ölpreise anzuheben, vermutlich binnen Wochen. Die Verkaufspreise innerhalb Chinas lägen gegenwärtig weit unter Weltmarktpreis. Peking müsse den Benzinpreis anheben, da die letzte Anpassung gering gewesen sei.Insbesondere die Preise für Flugbenzin müsse noch stärker steigen.
Die Regierung zögert aber, den Preis für Diesel anzuheben, da dieser für Chinas Landwirtschaft und das Transportwesen gebraucht werde. Man fürchtet Unruhen, so wie letztes Jahr, als wütende Kunden Tankstellen angriffen und zerstörten.

Die plötzliche Ölknappheit ist für viel kleinere und mittlere Betriebe bereits zur Katastrophe geworden. Bekamen sie im Sommer nicht genügend Strom, so bekommen sie jetzt nicht genügend Brennstoff. Einige mußten bereits die Produktion drosseln oder zeitweise schließen. Dennoch rationieren manche Tankstellen bereits Diesel, wobei die Preise auf dem Schwarzmarkt umso mehr stiegen.
Fluglinien erhöhten ihre Preise um 11 % während der letzten acht Monate, noch höhere Preissteigerungen stehen ins Haus, sollte die Regierung die Preise anpassen.
Ein Sprecher der Entwicklungs-und Reformkommission lehnte, wie üblich, jeden Kommentar dazu ab, ob und wann die Regierung die Preise erhöhen werde.
Besonders im Süden und Südosten des Landes kommt es zu Mangelversorgung bei Öl und Benzin.
In Kanton verminderte ein ölbetriebenes Elektrizitätswerk seine Kapazität, um Kosten zu sparen.
Selbst diejenigen, die die Schwarzmarktpreise zahlen wollen, werden öfter abgelehnt, da die Händler auf noch höhere Preise spekulieren.
Die Ölknappheit setzt sich in immer mehr Provinzen fort, Engpässe werden aus Beijing, Shanghai, Tianjin, Shandong, Jiangsu, Zhejiang, Shaanxi, Guangdong, Guangxi und Yunnan gemeldet.
In Peking kaufen viele Autofahrer alle Benzincoupons auf, die sie bekommen können, um noch zu den jetzigen Preisen tanken zu können.
Die ohnehin schon darniederliegende Autoindustrie wird durch die Ölknappheit ebenfalls stark getroffen, da die potentiellen Autokäufer Angst vor steigenden Ölpreisen haben.
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