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SHANGHAI: Rentabilität von VW China fällt steil nach unten

[07.11.2003] Immer mehr ist von Überkapazitäten in Chinas Automarkt die Rede, während gleichzeitig internationale Autobauer noch Millionen von Dollars in ihre chinesischen Werke investieren.


Wie ein Sprecher von Goldman Sachs berichtete


lasse der verstärkte Wettbewerb in China die Gewinnmargen dahinschmelzen. Goldman Sachs wies darauf hin, man habe schon lange davor gewarnt , dass die abnorm hohen Margen in Chinas Automarkt sich nicht länger fortsetzen könnten. Die hohen Gewinnmargen seien durch hohe Zölle zustande gekommen, nicht durch niedrige Kosten.


Er betonte weiterhin, dass VW China für 80 % aller operativen Gewinne des ersten halben Jahres von VW verantwortlich sei. Fallende Rentabilität, wie sie für das vierte Quartal gemeldet werde, hätte drastische Auswirkungen auf die Gewinne der VW Gesamt-AG als solche.


Während VW vor kurzem noch über die Hälfte des chinesischen Automarktes beherrschte, sei dieser Anteil heute auf 38 % gefallen. Viele ausländische Konkurrenten wie Toyota und General Motors drängen auf den Markt, ebenso gibt es in China selbst heute 150 Autobauer, die zum Teil zu Dumpingpreisen Autos auf den Markt werfen.


Das Problem seien nicht die Verkaufszahlen, sondern die Gewinnmargen. Diese seien schon im dritten Quartal gefallen.


Es werde vermutet, dass die operativen Gewinne der VW Joint-Ventures in China im ersten Halbjahr nur noch 8,8 % ausmachten, gegenüber 12 % im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im dritten Quartal sank diese Marge auf bisher für nicht möglich gehaltene 5, 8 %.


Volkswagen China gibt keine Kommentare zu seinen chinesischen Gewinnen oder Gewinnmargen ab. Der Sprecher von VW China war zu keinem Kommentar bereit.



Überkapazitäten könnten zu einem Problem werden, da die Herstellungszahlen der Limousinen die Verkaufszahlen seit Februar diesen Jahres kontinuierlich übertreffen. Die Anzahl der nicht verkauften Wagen seien bei den Modellen Polo, Golf, Go1 Sowie beim Luxusauto Audi A6 „höher als normal„, wie die China „Association of Automotive Manufacturers„ bekannt gab.


Wie seitens Goldmann verlautete, scheinen die Überkapazitäten noch gering, aber erstaunlich in einem Automarkt, der bislang als unersättlich galt.


In der Zukunft könnte sich VW China noch einem anderen, selbst verursachten Problem gegenübersehen:
Nach der Verfolgung von Falun Gong 1999 war VW eine der wenigen ausländischen Firmen, die den Anordnungen des Jiang Zemin Regimes folgte und massenweise Falun Gong Praktizierende entließ.
Im Zuge der weltweiten Klagewelle gegen Angehörige des ehemaligen Jiang Zeminregimes könnten auch auf VW Klagen wegen Diskriminierung und Verletzung der Menschenrechte zukommen, ähnlich den Klagen gegen Firmen, die das Apartheidsystem unterstützten

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Erstellt 2003   http://www.china-intern.de