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Wirtschaftsweiser Weber: G-7 macht Druck auf Japan und China

[15.01.2004] Zur Drosselung des starken Euro-Anstiegs erwartet der "Wirtschaftsweise" Axel Weber von dem bevorstehenden G-7-Treffen Aufrufe an Japan und China zu stärkerer Flexibilität ihrer Wärungen gegenüber dem Dollar.

Der Kurs des Euro sei derzeit fundamental nicht gerechtfertigt, auf der europäischen Gemeinschaftswährung lasteten einseitig die Bemühungen der USA, ihr Leistungsbilanzdefizit über eine Schwächung des Dollars abzubauen, sagte Professor Weber . Daher rechne er bei der Zusammenkunft der G-7 Anfang Februar in Florida mit "moralischem Druck" auf die asiatischen Staaten, ihre Wechselkurse stärker anzupassen.
Die Finanzminister und Notenbankchefs der 7 führenden Industriestaaten würden jedoch aller Voraussicht nach keine Interventionen beschließen, sondern es bei Erklärungen belassen, die die Geschwindigkeit der Abwertung des Dollars als nicht angemessen darstellten, sagte Weber, der dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angehört. Auch rechne er kaum damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in näherer Zukunft einseitig mit Dollar-Stützungskäufen einschreite. Solche Schritte könne er sich allenfalls in Kooperation mit den USA vorstellen, doch dürfte die Bereitschaft Washingtons dazu äußerst gering sein, so Weber.

Die USA könnten höchstens ein Interesse daran haben, gemeinsam mit den Europäern extreme Ausschläge im Verhältnis beider Währungen zu verhindern und die Dollar-Abwertung zeitlich zu strecken. Die EZB werde eher versuchen, den Euro "schwächer zu reden", sagte der Ökonom, der an der Universität Köln lehrt. Nur als letztes Mittel kommt für sein Dafürhalten eine erneute Zinssenkung in der Eurozone in Frage, und wenn, dann würde eine solche Maßnahme nicht kurzfristig erfolgen. Doch Weber hält das jetzige sehr hohe Euro-Niveau nicht für dauerhaft, vielmehr rechnet er mit einem leichten Rückgang des Wechselkurses innerhalb dieses Jahres.
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