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Dramatische Zahlen

[05.01.2005] Erstmals wagten es zwei Wirtschaftszeitschriften aus der VR China, Zahlen über den Erfolg ausländischer Unternehmen zu veröffentlichen. Demnach ist die Lage vieler Investoren noch prekärer als es selbst kritische Chinaexperten wie Joe Studwell für möglich hielten.


Mehr Produktion, weniger Gewinn

Die Zeitung " Finance and Economic Times" schreibt unter Berufung auf Experten sowie eine neue Untersuchung der Deutschen Bank, dass das Risiko der Investitionen in der VR China nicht mit dem Profit in angemessenem Verhältnis stehe, ausserdem könne man in anderen Ländern durch Investitionen weit höhere Gewinne erzielen. Am 18.12.04 schrieb die Zeitschrift zum ersten Mal, dass fast die Hälfte der ausländischen Investoren China bereits verlassen hätten, die Autobranche , die einmal "sehr heiss" war, bewege sich auf den Bankrott zu. VW, wolle, so heißt es, einen Teil der Anteile an den Joint Ventures verkaufen , doch niemand würde Interesse am Kauf zeigen. Die Lage bei VW sei, so erklären andere chinesische Experten, gegenwärtig sehr problembelasted, was umso schlimmer ist, da VW teilweise 80 % der operativen Gewinne in China erzielt. Andere chinesische Zeitung schrieben sogar, bei VW sei bald mit Verlusten zu rechnen, wobei die Höhe derselben gegenwärtig noch nicht abschätzbar seien.

Die Deutsche Bank, so schreibt die genannte Zeitung, hätte in einer Analyse festgestellt, das immer mehr Firmen überlegen, ob das Risiko einer Investition noch im Verhältnis zum möglichen Gewinn stehe.

In der Umfrage der DB über die Gewinnsituation deutscher Firmen in China vermied es der größte Teil der befragten deutschen Firmen über ihre Gewinnsituation in China Auskunft zu geben. Dies geschehe aus Angst vor möglichen Reaktionen der Aktionäre oder wegen negativer Auswirkungen auf die Bonitätseinschätzung.

Nach zwei Jahrzehnten Reform und Öffnung weniger Gewinn als in Australien

Das Magazin "China Economic Quarterly" enthüllte, dass amerikanische
Firmen 2003 in China 4,4 Mrd. Dollar Gewinn erwirtschaftet hätten, und in der gleichen Zeit erwirtschafteten US-Firmen in Australien, mit nur 19 Mill. Einwohnern über 7,1 Mrd.USD, in Taiwan und Korea zusammen 8,9 Mrd., in Mexiko sogar 14,3 Mrd. Dollar.

Die USA sollen nach dem Willen des "Tax affairs committee" des Repräsentantenhaus ein Gesetz verabschieden, nach dem im Ausland erzielte Gewinne statt mit dem üblichen Steuersatz von bis zu 35 % nur mit 5,25 % besteuert werden, sofern der Gewinn daraus im Inland angelegt wird. Deshalb verschob China bislang seine Pläne, die Vorzugsbehandlung ausländischer Investoren zu beenden, man fürchtet, dass dann Investitionen amerikanischer Firmen ausbleiben würden.
Ein Drittel der ausländischen Investitionen sind "Roundtripping", d.h. chinesische Firmen tarnen sich als Auslandsfirmen um den niedrigen Steuersatz von 15 bis 24 % zu erhalten, der in einigen Sonderwirtschaftsgebieten gilt. Da aber inländische Firmen benachteiligt werden, die -offiziell zumindest-, über 33 % bezahlen müssen, wollte man die Steuersätze anpassen.
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Erstellt 2003   http://www.china-intern.de