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Die KP und der "Kampf gegen Japan"

[28.04.2005] Die KP hat es in der Vergangenheit verstanden, sich als Held im Kampf gegen Japan darzustellen. Sie sei es gewesen, die Japan besiegt habe. Wie sah es wirklich aus?

Die „Anti-Japanische„ Operation in Richtung Norden - Die Flucht der Besiegten



Die KPC bezeichnete den „Langen Marsch„ als eine nordwärts gerichtete anti-japanische Operation. Sie verkaufte den „Langen Marsch„ als ein revolutionäres chinesisches Märchen. Sie behauptete, der „Lange Marsch„ wäre ein „Manifest, eine Propagandaabteilung und eine Saatmaschine„, der mit dem Sieg der KPC und der Niederlage ihrer Feinde endete.



Die KCP erfand solch offensichtliche Lügen über den Marsch nach Norden um die Japaner zu bekämpfen und um so ihr eigenes Scheitern zu verbergen. Von Oktober 1933 bis Januar 1934 erlitt die Kommunistische Partei eine totale Niederlage. In der fünften Operation beabsichtigte die KMT, die KPC zu umzingeln und zu vernichten und die KPC verlor eine ländliche Hochburg nach der anderen. Mit dem Schrumpfen ihrer Basisgebiete war der Hauptteil der Roten Armee gezwungen zu fliehen. Das ist der wahre Grund des „langen Marsches„.



Der „Lange Marsch„ diente also in Wirklichkeit dazu, aus der Umzingelung auszubrechen und in Richtung äußere Mongolei und Sowjet-Russland entlang eines Bogens zu fliehen, der zuerst nach Westen und dann nach Norden führte. Da dieser Bogen nahe an der Äußeren Mongolei vorbei führte, konnte die KMT die KPC nicht von zwei Seiten gleichzeitig angreifen. Dort angekommen, hätte die KPC im Falle einer Niederlage in die Sowjetunion fliehen können. Die KPC beschloss durch Shanxi und Suiyuan zu marschieren. Damit konnten sie auf der einen Seite behaupten, sie wären „anti-japanisch„ und so die Herzen der Menschen gewinnen. Andererseits waren sie dort sicher, weil dort keine japanischen Truppen stationiert waren. Das Territorium entlang der chinesischen Mauer war bereits von japanischen Truppen besetzt. Ein Jahr später, als die KPC endlich in Shanbei (nördlicher Teil der Provinz Shaanxi) eintraf, waren die Hauptkräfte der Roten Armee von mehr als 80.000 auf 6.000 Mann reduziert.



(5) Das Xian Ereignis - die KPC hängt sich ein zweites Mal an die KMT an



Im Dezember 1936 entführten Zhang Xueliang und Yang Hucheng, zwei Generäle der KMT, Tschiang Kai-Shek in Xi´an. Dies wird seither als das Xi´an Ereignis bezeichnet.



Der geschichtlichen Version der KPC- Lehrbücher zufolge war das Xi´an Ereignis ein „Militärputsch„, initiiert von Zhang und Yang, die Tschiang Kai-shek ein Ultimatum stellten. Die Nichterfüllung des Ultimatums würde seinen Tod bedeuten. Er wurde gezwungen, eine anti-japanische Haltung einzunehmen. Berichten zufolge war Tschou En-lai als Vertreter der KPC nach Xi´an eingeladen worden um beim Aushandeln einer friedlichen Lösung behilflich zu sein. Durch die Vermittlung verschiedener chinesischer Gruppen konnte eine friedliche Lösung gefunden werden. Dadurch wurde der zehn Jahre dauernde Bürgerkrieg beendet und eine vereinte nationale Allianz gegen die Japaner errichtet. In den Geschichtsbüchern der Kommunistischen Partei ist zu lesen, dass dieses Ereignis ein entscheidender Wendepunkt für das krisengeschüttelte China war. Die KPC stellte sich selbst als die patriotische Partei dar, die die Interessen der gesamten Nation berücksichtigt habe.



Immer mehr Dokumente über diese Geschichte zeigen jedoch, dass sich viele KPC- Spione bereits vor dem Xi´an Ereignis um Yang Hucheng und Zhang Xueliang versammelt hatten. Ein Beispiel war das geheime KPC- Mitglied Liu Ding. Er wurde Zhang Xueliang von Song Qingling, der Gattin von Sun Yat-sen, einer Schwester von Frau Tschiang und KPC- Mitglied, vorgestellt. Liu spielte so eine wichtige Rolle bei der Anstiftung des Xi´an Ereignisses, sodass Mao Tse-tung später seine herausragenden Dienste lobte: „Liu Ding hat in verdienstvoller Weise zum Ereignis von Xian beigetragen.„ Unter denen, die an der Seite von Yang Hucheng arbeiteten, war seine eigene Frau, Xie Baozhen, ebenfalls KPC- Mitglied und in Yangs politischer Abteilung der Armee beschäftigt. Xie heiratete Yang Hucheng im Januar 1928 mit der Zustimmung der KPC. Außerdem war zu dieser Zeit das KPC- Mitglied Wang Bingnan ein gern gesehener Gast in Yangs Haus. Wang wurde später stellvertretender KPC Außenminister. Es waren genau diese Parteimitglieder rund um Yang und Zhang, die den Putsch direkt initiierten.



In Wahrheit wollten die Führer der KPC zu Beginn des Vorfalls Tschiang Kai-shek töten lassen um sich für seine frühere Unterdrückung der Partei zu rächen. Zu dieser Zeit hatte die KPC eine sehr schwache Basis in der nördlichen Provinz Shaanxi, und lief Gefahr in einer einzigen Schlacht vollständig vernichtet zu werden. Unter Ausnutzung aller ihrer erworbenen Fähigkeiten der Täuschung stiftete die KPC Zhang und Yang zu einer Revolte an. Um die Japaner daran zu hindern die Sowjetunion anzugreifen und deren Kräfte zu binden, schrieb Stalin an das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas den Befehl Tschiang Kai-shek nicht zu töten, sondern ein weiteres Mal mit ihm zu kooperieren. Mao Tse-tung und Tschou En-lai realisierten sehr wohl, dass sie die KMT mit der begrenzten Stärke der KPC nicht vernichten konnten; sogar wenn sie Tschiang Kai-shek töteten, würden sie von der sich rächenden KMT vielleicht sogar vernichtet werden. Unter diesen Umständen änderte die KPC ihren Ton. Die KPC forderte den vereinten Widerstand gegen die Japaner und zwang Tschiang Kai-shek ein zweites Mal den Zusammenschluss mit ihr zu akzeptieren.

Zuerst inszenierte die KP den Putsch und bedrohte das Leben von Tschiang Kai-shek. Danach machte sie eine Kehrtwendung und zwang ihn die KPC das zweite Mal zu akzeptieren. Die KPC ist nicht nur der Vernichtung entkommen, sondern sie konnte sich ein zweites Mal an die KMT-Regierung anheften. Die Rote Armee wurde die Achte Armee. Die KPC wurde wieder stärker und größer.

(6) Der Krieg gegen die Japaner - Die KPC wuchs, indem sie mit geborgten Waffen tötete



Beim Ausbruch des Krieges gegen Japan hatte die Kuomintang ( KMT) mehr als 1,7 Millionen bewaffnete Soldaten, Schiffe mit 110.000 Tonnen Wasserverdrängung und etwa 600 Kampfflugzeuge verschiedener Typen. Im Vergleich dazu betrug die Gesamtgröße der im November 1937 zusammengestellten 4. Armee und die der KPC etwa 70.000 Mann und ihre Schlagkraft wurde weiter durch interne Fraktionspolitik geschwächt. Die KPC erkannte, dass, sollte es zu einer Schlacht gegen die Japaner kommen, sich ihre militärische Stärke weiter verringern würde. In den Augen der KPC hatte das Erhalten der eigenen Macht Vorrang vor dem Sichern des Überlebens der Nation, weshalb darauf auch das Hauptgewicht bei den Bemühungen um die „nationale Einheit„ lag. Folglich übte die KPC während der Zusammenarbeit mit der KMT eine stille interne Politik aus, die dem Kampf um politische Macht Priorität einräumte.



Nachdem die Japaner am 18. September 1931 die Stadt Shenyang besetzten und dadurch ihre Kontrolle über riesige Gebiete in Nordwestchina erweiterten, kämpfte die KPC praktisch Schulter an Schulter mit den japanischen Invasoren um die KMT zu schlagen. In einer Deklaration, die als Antwort auf die japanische Okkupation geschrieben wurde, ermahnte die KPC die Menschen in den von der KMT kontrollierten Gebieten zur Revolution und forderte „Arbeiter streikt! Bauern macht Ärger! Studenten boykottiert die Kurse! Arme hört auf zu arbeiten! Soldaten revoltiert!„ um die nationalistische Regierung zu stürzen.

Obwohl die KPC auf Bannern zum Widerstand gegen die Japaner aufrief, hatte sie nur lokale Kampfverbände und Guerilla-Einheiten in Camps hinter der Frontlinie eingegliedert und reorganisiert. Mit Ausnahme weniger Schlachten wie der Schlacht am Pingxing Pass trug die KPC nicht sehr viel zum Kampf gegen die Japaner bei. Stattdessen verwendete sie ihre Energie um die eigene Basis zu stärken. Nachdem die Japaner aufgegeben hatten, nahm die KPC alle übergelaufenen Soldaten in die Armee auf und behauptete dann, mehr als 900.000 reguläre Soldaten zu haben, dazu kämen noch 2 Millionen Milizkämpfer. Die Armee der KMT kämpfte im Wesentlichen allein an der Front gegen die Japaner und verlor in diesem Krieg mehr als 200 Generäle. Von den Befehlshabern auf Seiten der KPC sind jedoch nahezu keine Verluste bekannt geworden. Trotzdem sagen die Lehrbücher der KPC dem Volk immer wieder, dass die KMT keinen Widerstand gegen die Japaner geleistet hätte und allein die KPC den großen Sieg in diesem Krieg herbeigeführt hätte.

( Auszug aus dem 2. Kommentar über die KP Chinas )
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