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China behauptet, ein „Globales Zentrum für Organtransplantationen“ zu sein
Schockierende Nachrichten über heimliche
Organquellen mit „umfassendem Angebot, kurzen Wartezeiten und
ausgezeichneter Qualität der Organe“
Am 5. Mai dieses Jahres boten die Medien des
Festlandes China das Land als „Globales Zentrum für
Organtransplantationen“ an. Familienmitglieder von koreanischen
Patienten sagten: „Es ist nicht schwierig, ein Organtransplantat zu
bekommen. Die Wartezeit nach einer allgemeinen körperlichen
Untersuchung beträgt etwa eine Woche.“ Die medizinische Praxis und die
theoretische Forschung der Lebertransplantationen in China wurden in
keinem der bekanntesten internationalen Medizinjournale veröffentlicht.
Eine der wichtigsten Gründe dafür dürfte sein, dass die Forscher nicht
erklären können, wer diese Organspender tatsächlich sind.
Die Zahl der Ausländer, die Organtransplantationen in China durchführen ließen, ist seit dem Jahr 2002 drastisch angestiegen.
Am
5. März 2006 gab es im Fokusteil von Movie, TV and Books Weekly,
veröffentlicht von der Changchun Daily Newspaper Group, einen
ganzseitigen Artikel mit dem Titel „China ist zum Globalen Zentrum für
Organtransplantationen geworden“. Der Autor dieses Berichtes heißt Zhan
Yanhui. Dieser Artikel erwähnte, dass bezüglich unvollständiger
Statistiken in den letzten drei Jahren über 3.000 Koreaner für
Organtransplantationen nach China gekommen sind. Chinas
Organtransplantationspatienten aus anderen Ländern und Regionen zählen
ebenfalls 1000 pro Jahr. Übereinstimmend mit demselben Artikel,
berichtete die Korean Daily, dass die “koreanische Vereinigung für
Organtransplantationen“ eine Untersuchung über Patienten, die wegen
Transplantaten nach China gehen, durchgeführt hatte. Das Ergebnis
zeigte, dass 1999 nur zwei Patienten Transplantate in China erhalten
hatten und im Jahr 2000 nur ein Patient. 2001 waren es vier Patienten
und seit dem Jahre 2002 ist die Anzahl der Patienten, die
Transplantationen in China durchführen ließen, stark angestiegen.
Der
leitende Direktor der koreanischen Vereinigung für
Organtransplantationen betonte, dass die Zahl der Patienten, die bei
der Untersuchung berücksichtigt wurden, nur „die Spitze des Eisberges“
seien, und dass die tatsächliche Anzahl viel höher sei.
Der
Direktor eines Krankenhauses in Peking sagte: „es gibt etwa 70 bis 80
koreanische Organtransplantationspatienten pro Monat in den wichtigen
Krankenhäusern von Tianjin, Peking, Shanghai und Hangzhou. Wenn man die
kleineren Krankenhäuser mitrechnet, kommt man auf 1000 koreanische
Patienten, die in China jährlich solche Operationen durchführen lassen.
Diese Zahl bezieht noch nicht die vielen Patienten mit ein, die aus
Japan, Indien, Malaysia , Saudi Arabien, Ägypten, den USA und Kanada
kommen.
Der Artikel „China ist
zum Globalen Zentrum für Organtransplantationen geworden“ erwähnte,
dass die israelischen Medien berichtet hätten, dass zurzeit rund 30
israelische Patienten pro Monat eine Organtransplantation durchführen
lassen.
Die Anzahl der registrierten Betten im Zentrum für Organtransplantationen in Tianjin hat sich erhöht
Laut
dem Artikel befindet sich die Transplantationsabteilung von Tianjin,
Erstes Allgemeines Krankenhaus, am Ufer des Flusses Jin im Südwesten
von Tianjin. Man nennt es auch Orientalisches Zentrum für
Organtransplantationen. Es kann als größtes Zentrum für
Organtransplantationen der Welt bezeichnet werden. Der Direktor der
Pflegeabteilung Li Lian teilte dem Reporter mit: „Das Krankenhaus
begann im Jahre 2002 eine große Zahl von koreanischen Patienten
aufzunehmen, was zu einer Bettenknappheit im Ersten Allgemeinen
Krankenhaus von Tianjin führte. Das Management reservierte die Stöcke
4-7 des 12-geschossigen Krankenhausgebäudes für
Transplantationspatienten.“ Außerdem hat sich das Orientalische Zentrum
für Organtransplantationen sozusagen den 8. Stock der Internationalen
Klinik für Herzgefäßerkrankungen reserviert, um ihn für koreanische
Patienten nutzen zu können. Mittlerweile hat es die Stockwerke 24 und
25 eines nahe gelegenen Hotels in eine Krankenstation für Patienten,
die auf Transplantate warten, umfunktioniert. Trotz dieser Maßnahmen
sind die Betten immer noch knapp. Jetzt wird das Hauptgebäude des
Orientalischen Zentrums für Organtransplantationen, welches vom
Krankenhaus gebaut wird, bald fertig gestellt sein. Es hat um 500
Betten mehr und wird seine Türen voraussichtlich irgendwann im Mai 2006
öffnen.
Übereinstimmend mit dem
Artikel zeigen öffentliche Statistiken, dass die Anzahl der Patienten
aus China und aus dem Ausland, die dieses Krankenhaus besuchen, stark
gestiegen ist. Die meisten von ihnen kommen aus beinahe 20 Ländern und
Regionen, einschließlich Korea, Japan, Malaysia , Ägypten, Pakistan,
Indien, Saudi Arabien, Oman, Hong Kong, Taiwan und Macao. Das
Kaffeehaus im vierten Stock des Krankenhauses wurde zum
„internationalen Konferenzclub“ für Patienten verschiedener Herkunft,
die ihre Erfahrungen über verschiedene Heilmethoden austauschen.
Die
Patienten behaupten, dass die Organe in China „im Übermaß“ vorhanden
und von „exzellenter Qualität“ seien. Der Artikel sagt aus, dass „China
das Globale Zentrum für Organtransplantationen“ geworden ist. Am 17.
Dezember 2005, vier Tage nach einer Lebertransplantation, erzählte ein
koreanischer Patient einem Reporter, dass es in Korea sehr schwierig
wäre, ein Spenderorgan zu bekommen. Gegen Ende des Jahres 2004 jedoch
hat das „Orientalische Zentrum für Organtransplantationen“ 1500
Lebertransplantationen, 800 Nierentransplantationen, sowie eine
Vielzahl von Augenhornhauttransplantationen durchgeführt. Allein im
Jahr 2004 hat das Zentrum etwa 900 Leber- und Nierentransplantationen
durchgeführt. Seit Dezember 2005 sind schon 597 Lebertransplantationen
gemacht worden. Seit dem 30. Dezember ist die Zahl auf 650 gestiegen,
was heißt, dass in zwei Wochen 53 solcher Operationen durchgeführt
wurden. Familienangehörige von Patienten sagten sogar aus, dass mehr
als 24 Leber- und Nierentransplantationen pro Tag ausgeführt werden.
Der
Artikel erwähnte auch, dass ein Angehöriger eines koreanischen
Patienten dem Reporter erzählte: „Das Wichtigste ist, dass es in Korea
nicht so eine übermäßige Anzahl an Spenderlebern gibt. In Korea können
die Patienten nur eine teilweise Lebertransplantation machen lassen,
während man in China eine vollständige Lebertransplantation durchführen
kann. Darüber hinaus sagt man, dass die Qualität der Organe
„hervorragend“ sein soll.
Die Organe sind sofort verfügbar, aber die Quelle der Spender ist fragwürdig.
Bezogen
auf den oben angeführten Artikel sagte ein Angehöriger eines
koreanischen Patienten, dass es nicht schwierig sei, auf ein
Transplantat in Tianjin zu warten; die Wartezeiten nach einer
allgemeinen körperlichen Untersuchung beträgt etwa eine Woche.
Im
vierten Stock des Ersten Allgemeinen Krankenhauses von Tianjin kommen
einige Familienmitglieder von Patienten öfters zusammen, um gemeinsam
Informationen auszutauschen. Sie haben gehört, dass mache „Spender“
zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, aber die genaue Identität dieser
„Spender“ ist nicht nachweisbar.
Ein
anonymer Arzt des Krankenhauses offenbarte dem Reporter, dass der
Großteil der Spender Gefangene seien, die zum Tode verurteilt worden
sind. Die zum Tode verurteilten Spender werden in den
Registrierungsformularen der Organspender, die den Patienten nach ihrer
Entlassung ausgehändigt werden, alle mit „schweren Gehirnverletzungen“
beschrieben. Shen Zhongyang vom Orientalischen Zentrum für
Organtransplantationen hat dies weder bestätigt noch verneint, als er
vom Reporter gefragt wurde. Der Artikel bekräftigt, dass die umfassende
medizinische Praxis und theoretische Forschung von
Lebertransplantationen noch in keinem der internationalen medizinischen
Topmagazine im Festland China erschienen ist. Der Grund dafür ist
wahrscheinlich der, dass die Autoren dieser Forschungsjournale im
Festland China ihre „Organspender“ nicht identifizieren können.
In
der traditionellen chinesischen Kultur muss ein Leichnam vollständig
aufbewahrt werden. Sogar nach der Exekution von Kriminellen, wobei
Organe möglicherweise beschädigt werden können, müssen die Körperteile
zusammen begraben werden. Wie viele Menschen sterben in China
tatsächlich an „schweren Gehirnverletzungen“? Wie viele
Familienmitglieder von exekutierten Gefangenen wären damit
einverstanden, die Organe zu spenden oder zu verkaufen? Im Festland
China werden die Angehörigen mit Sicherheit dagegen sein, auch wenn
diese Person ihre Zustimmung gibt, die Organe nach ihrem Tod zu spenden
und werden sehr wahrscheinlich das Versprechen nach dem Tod nicht
einhalten. Wo in der Welt sollen so viele lebende „Spender“ herkommen,
die in dem Artikel erwähnt werden? Deutet der kürzliche Zuwachs von 500
Betten im Orientalischen Zentrum für Organtransplantationen nicht
darauf hin, dass es eine große Anzahl von „Spendern“ geben muss. Wo
kommen diese „Spender“ her?
©2005 - China Intern - Info Team