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Zehntausende ziehen protestierend durch die Städte


10 000e wütende Chinesen zogen, mit Äxten, Eisenketten oder Holzknüppeln bewaffnet durch das Zentrum von Longnan in Chinas nordwestlicher Provinz Gansu. Sie schlugen auf Polizeibeamte ein, setzten öffentliche Gebäude in Brand, plünderten Supermärkte und zertrümmerten Autos...

Ursache hierfür: Laut chinesischen Staats-Medien sind rund 67.000 klein- und mittelständische Unternehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Pleite gegangen. Zu der gegenwärtigen zweiten Konkurswelle gibt es noch keine vollständige Statistik. Aber allein in der Provinz Guangdong haben seit Juli mindesten 25.000 taiwanesische und koreanische Unternehmen dicht gemacht.

Die Konkurswelle der Verarbeitungsunternehmen im Pearl River- und im Yangtze River Delta hat seit Juli mindestens 10 Millionen Wanderarbeiter den Job gekostet.

Seit Oktober sind in den Bahnhöfen der Städte Guangdong, Hefei, Zhongqing, Wuhan, Changsha, Nanjing und weiterer Städte der beiden Industrie-Deltas Chinas Massen von Wanderarbeitern zu sehen, die in ihre Heimat zurück kehren.

Den chinesischen Medien zufolge ist die Zahl der Fahrgäste im Bahnhof der Stadt Guangzhou vom 11. bis 27. Oktober im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 128.000 gestiegen.


200 Millionen Wanderarbeiter
800 Millionen Arme
36 % Arbeitslose

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