Es ist kaum zu glauben, dass solche Lehren einfach wegen ihrer
Beliebtheit unterdrückt werden, aber genau das passierte in den letzten
Jahren in China.
Als Herr Li Hongzhi, der Gründer von Falun Dafa, seine Lehre im Jahre
1992 erstmals in China vorstellte, wurde er von der chinesischen
Regierung willkommen geheißen und unterstützt. Falun Dafa war für seine
erhebliche Wirkung auf die Gesundheit und die Erhöhung der
gesellschaftlichen Moral bekannt. In den Jahren 1992 und 1993 wurde es
als eine "hervorragende Qigong-Schule" ausgezeichnet.
Leider beunruhigte die wachsende Beliebtheit von Falun Dafa allmählich
einige politische Autoritäten in China. Anfang 1999 hat eine offizielle
Untersuchung gezeigt, dass über 70 Millionen chinesische Bürger Falun
Dafa praktizieren, darunter viele Mitglieder der Kommunistischen Partei
(KP), Regierungsbeamte, Gelehrte und Mitglieder der Armee und Polizei.
Einige führende Mitglieder der Regierung wurden immer nervöser und
fühlten sich durch diese Entdeckung bedroht. Der Polizei wurde
befohlen, Praktizierende zu belästigen und zu beleidigen, um sie davon
abzuhalten, Falun Dafa zu lernen und zu praktizieren.
Am 23. April 1999 wurden Dutzende Falun Dafa Praktizierende in Tianjin
(eine chinesische Stadt in der Nähe von Peking) von der Polizei
geschlagen und verhaftet. Zwei Tage später kamen ca. 10.000
Praktizierende zum Petitieren nach Peking, um darum zu bitten, in einer
friedlichen und nicht-feindlichen Umgebung Falun Dafa ausüben zu
dürfen. Die Praktizierenden haben sich friedlich, ordentlich und
rechtmäßig verhalten. Nachdem einige Praktizierende mit bestimmten
hohen Regierungsangehörigen gesprochen hatten, gingen alle wieder ruhig
nach Hause.
Die Praktizierenden wussten nicht, dass die
Regierung dabei war, eine groß-angelegte Unterdrückungskampagne gegen
Falun Dafa zu starten. Geheime Dokumente wurden ausgestellt, welche die
Polizei auf radikale Aktionen vorbereitete.
Am 20. Juli
1999 befahlen einige Autoritäten der Regierung eine erbarmungslose
Verfolgung. Hunderte von Falun Dafa Kontaktpersonen wurden um
Mitternacht verhaftet, ihre Wohnungen wurden durchwühlt und geplündert.
Zwei Tage später wurde Falun Dafa in China verboten.
Millionen Falun Dafa Bücher und Kassetten wurden konfisziert,
eingestampft und verbrannt. Zehntausende Falun Dafa Praktizierende
wurden verhaftet und geschlagen.
Um ihr brutales und
scharfes Vorgehen zu rechtfertigen, startete die chinesische Regierung
eine Hetzkampagne gegen Falun Dafa. Es wurden Horror-Geschichten
erfunden und Lügen verbreitet, um die Wahrheit zu verdecken. Diese
Lügen überfluteten die nationalen Medien und verbreiteten sich auch im
Ausland.
Alle Kommunikationswege mit der Außenwelt wurden
abgeschnitten. Die Falun Dafa Webseiten wurden geschlossen, Telefone
gekappt, E-Mails überwacht und ausländische Reporter bedroht und
verhaftet, wenn sie mit Falun Dafa Praktizierenden in Kontakt traten.
Die chinesische Regierung erließ einen Haftbefehl gegen Herrn Li
Hongzhi, der schon seit Jahren legaler Bewohner der Vereinigten Staaten
ist, und verlangte seine Auslieferung, welche jedoch zurückgewiesen
wurde. Darüber hinaus haben sie Materialien an die Regierungen anderer
Länder verschickt, die Herrn Li verleumden.
Überall in
China wird die Verfolgung und diffamierende Hetzpropaganda gegen Falun
Dafa in allen sozialen Gemeinschaften und an staatlichen Arbeitsplätzen
erzwungen. Alle Praktizierenden werden in aller Öffentlichkeit
beschuldigt und müssen zwischen Falun Dafa und ihrem Arbeitsplatz,
ihrer Rente, ihrer Ausbildung, ihrer Wohnung oder ihrer Mitgliedschaft
in der KP wählen. Sogar Kinder im schulpflichtigen Alter werden von der
Schule ausgeschlossen, weil sie Falun Dafa praktizieren.
Menschen, die Falun Dafa praktizieren oder sich nur darüber
unterhalten, werden sofort festgenommen und einem "Umerziehungsprogramm
unterzogen, um ihren Geist zu ändern". Die Polizei belohnt Menschen,
die ihre Nachbarn anzeigen, wenn diese praktizieren oder sich - auch
nur in der Privatsphäre - über Falun Dafa unterhalten.
Mehr als 70 Millionen Falun Dafa Praktizierende in China befinden sich in höchster Gefahr. Einige Fakten (bis Juni 2001):
- Weit mehr als 50.000 Falun Dafa Praktizierende wurden festgenommen;
- Mindestens 10.000 Praktizierende wurden ohne Gerichtsverfahren in Arbeitslager geschickt;
- Tausende
geistig und körperlich vollkommen gesunde Falun Dafa Praktizierende
wurden in psychiatrischen Anstalten mit Psychopharmaka und
Elektroschocks "behandelt";
- Mindestens 234 Falun Dafa Praktizierende sind bereits wegen Folter und Misshandlungen in Polizeigewahrsam gestorben;
- Über 500 Schauprozesse, die Strafen von bis zu 18 Jahren Gefängnis brachten, wurden ohne Rechtsvertretung geführt.
Einige konkrete Beispiele:
Zhang Chun-Qing, eine 58-jährige Großmutter, praktizierte am Morgen mit
ihrer Enkelin im Park. Sie wurde für fünfzehn Tage festgenommen und
geschlagen. Nach ihrer Entlassung wurde sie wieder festgenommen und
angeklagt, "Staatsgeheimnisse verraten zu haben", weil sie den
westlichen Medien ihre eigenen Erlebnisse im Gefängnis erzählt hatte!
Am 27. September 1999 wurde Zhao Jinhua, eine 42-jährige
Praktizierende, bei der Feldarbeit zu einer Umerziehungsmaßnahme in
Gewahrsam genommen. Sie wurde 10 Tage lang gefoltert, bis sie ihr
Bewusstsein verlor. Sie wurde dann wiederbelebt, doch kurz darauf zu
Tode geprügelt. Die Autopsie stellte Verletzungen und Wunden an vielen
Stellen an ihrem Körper fest und dass ihr Tod durch Schläge mit
stumpfen Gegenständen verursacht worden war. Die Polizei äscherte ihren
Körper sofort ein, ohne ihre Eltern zu fragen. Sie warnten außerdem
ihre Familie davor, über ihren Tod zu sprechen. Die Zuständigen
untersuchten trotz der umfassenden Berichterstattung in den westlichen
Medien ihren Tod nicht. Ganz im Gegenteil, sie nahmen noch mehr
Menschen fest und folterten sie, um herauszufinden, wer die Information
hatte durchsickern lassen.
Amnesty International hat
umfangreiche Berichte mit Fällen über Falun Dafa Praktizierende, die in
China gefoltert und getötet wurden, veröffentlicht.
Ende
1999 wurden neue Strafgesetze von der chinesischen Regierung erlassen.
Die offizielle staatliche Zeitung feierte sie als eine "neue mächtige
Waffe, um die bösen Kult-Organisationen niederzuschmettern,
insbesondere Falun Gong". Sie schwören, dass sie die standhaften
Praktizierenden "ohne Gnade bestrafen" werden. Dieses Gesetz wurde
rückwirkend erlassen, und alle Anwälte werden aufgefordert, keine Falun
Dafa Praktizierenden zu vertreten.
Aktionen wie Falun Dafa
Webseiten, Petitionsbriefe oder das morgendliche Zusammen-Üben in Parks
werden alle als "schwere Verbrechen", als "Versuch, die chinesische
Regierung zu stürzen" und als "Gefährdung der öffentlichen Sicherheit"
bezeichnet. Jetzt stehen Falun Dafa Praktizierende, die eigentlich nur
in Frieden nach den Prinzipien "Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und
Nachsicht" leben wollen, lebenslangen Haftstrafen oder sogar dem Tod
gegenüber.
Dazu muss noch gesagt werden, dass während
dieser Monate extremer Gewalt und Folterung Falun Dafa Praktizierende
beispiellose Freundlichkeit und Nachsicht gezeigt haben. Nicht ein
einziger Praktizierender hat zurückgeschlagen oder in irgendeiner Weise
Vergeltung geübt. Sie haben keinen Hass auf diejenigen, die sie
gefoltert haben. Weltweit haben alle Falun Dafa Praktizierenden nur
gewaltlose und friedliche Mittel zum Appellieren benutzt. Diese Art der
Nachsicht und Freundlichkeit angesichts solcher Ungerechtigkeit und
Folterungen hat der ganzen Welt die grundsätzlich friedliche und
barmherzige Natur des Falun Dafa gezeigt.